Es war eine der besonderen Geschichten bei dieser Deutschen Meisterschaft 2026 im Thüringer Wald. Jermaine Zemke gehörte zur kleinen Gruppe der Top-Fahrer, bevor es ins Finale ging. Der 20-Jährige vom Team REMBE | rad-net attackierte und fuhr einige Meter allein an der Spitze des Rennens. Die Top-Favoriten und WorldTour-Fahrer im Nacken kämpfte er verbissen um jeden Meter. „Das war nur der Kopf“, sagte Zemke im Ziel.

Genau zwei Wochen vor dem Straßenrennen der Deutschen Meisterschaft war Zemke bei einem Rennen in der Schweiz gestürzt – hatte dabei offenbar einen Schutzengel. Denn bei mehr als 80 km/h kam er in einer Kurve zu Fall. Nach einem Vorderradplatzer gab es keine Reaktionsmöglichkeit. Doch trotz des hohen Tempos ging es halbwegs glimpflich aus – abgesehen von großflächigen Abschürfungen. „Das hätte auch anders ausgehen können“, so Zemke.

Nach einem sehr guten Start in die Saison 2026 war der Sturz ein Rückschlag. Bei der DM jedoch fuhr er stark. Beflügelt vom Glück, überhaupt bei der Meisterschaft dabei sein zu können, lieferte er ein starkes und beherztes Rennen – am Ende landete er als bester Konti-Fahrer in den Top10. Seine Reaktion nach Rang neun ist verständlicherweise sehr emotional, aber voller Leidenschaft: