Acht Bergetappen hat die Tour de France 2026. Die erste ernste Bergprüfung steht am dritten Tag an, die schwerste Etappe der gesamten Tour ist das vorletzte Teilstück – die Königsetappe über den Col du Galibier nach Alpe d’Huez. Wir stellen die Bergetappen hier im Detail vor.
Etappe 20 | 25. Juli | Le Bourg d’Oisans – Alpe d’Huez | 171 km | 5450 Höhenmeter

(Foto: © ASO)
Das ganz große Berg-Finale am vorletzten Tag der Tour. Eine brutale Etappe! Der schwerste Tag der gesamten Rundfahrt. Drei HC-Berge, ein Anstieg der 1. Kategrie – in Summe fast 5500 Höhenmeter! Brutal!

Schon der erste Anstieg hat es in sich. Von Süden geht es hoch zum Croix de Fer. Die Steigung ist super lang, setzt mehrfach ab. Doch es gibt immer wieder auch steile Abschnitt. Der Gipfel liegt mehr als 2000 Meter über dem Meeresspiegel – die Fahrer werden die dünne Luft spüren.

Der zweite Anstieg des Tages ist der Galibier – es geht über den Telegraphe hinauf bis auf 2642 Meter ü. NN. Ein gefühlt endlose Kletterer, unterbrochen von einer kurzen Abfahrt nach der Bergwertung am Telegraphe. Ein Hammer-Berg!
Die Abfahrt ist im oberen Teil recht steil und kurvig, ab dem Lautaret dann breit und schnell.

Die letzten Kilometer haben es dann wieder in sich! Es geht zum Col de Sarenne – ein schwerer Anstieg, der nur auf den ersten Kilometern mehrfach absetzt. Wieder geht es bis auf fast 2000 m ü.NN. Ein heftiger HC-Berg – 12,8 km bei mehr als 7%. Es folgt eine Abfahrt, von einer Gegensteigung unterbrochen. Dann geht es hinauf zum Ziel in Alpe d’Huez. Noch einmal 3,7 Kilometer mit 6,2% klettern.

(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)
Eine absolute Monster-Etappe, bei der auch große Überraschungen möglich sind. Nach drei schweren Wochen spüren alle Fahrer die Anstrengungen. Erwischt man hier einen schlechten Tag, verliert man ganz schnell einige Minuten.
Es ist die letzte Chance, etwas zu bewegen, sich in der Gesamtwertung zu verbessern. Ganz sicher werden die Fahrer alles reinhauen, was noch in ihnen steckt. Die Kräfteverhältnisse sind dann längst deutlich geworden, jeder hat seinen Platz in der Gesamtwertung – aber auf so brutalen Etappen können auch kleine Fehler in der Regeneration oder der Versorgung zu großen Problemen werden und zu einem heftigen Einbruch führen. Die Erschöpfung ist bei allen Fahrern groß, hier geht es dann auch um Zähigkeit, mentale Stärke und unbedingten Willen.
Offizielle Website: letour.fr


