Profil der 3. Etappe der Tour de France 2026 (Foto: © ASO)

Etappe 3 kompakt: Granollers – Les Angles | 195,5 Kilometer | ~ 4000 hm

Am dritten Renntag geht es in die Berge. Die erste von insgesamt acht Bergetappen dieser Tour de France 2026. Im Gelben Trikot ist weiterhin Auftaktsieger Jonas Vingegaard, daran änderte auch der Doppelsieg des UAE-Team am Sonntag nichts. Gut möglich, dass das Gelbe Trikot in Les Angeles den Besitzer wechselt. Das Visma-Team würde das Trikot wohl an einen ungefährlichen Mann abgeben, um Vingegaard die täglichen Verpflichtungen des Gesamtführenden zu nehmen. Doch diese 3. Etappe ist durchaus anspruchsvoll, nicht unwahrscheinlich, dass es am Ende zwischen den Klassementfahrern zur Sache geht. Üblicherweise ist die erste Bergankunft eine Sache für die GC-Fahrer, aber löst sich früh eine starke Gruppe, könnte sich auch ein Ausreißer das Gelbe Trikot holen.

Das Bergtrikot trägt Alex Molenaar, er wird ganz sicher alles daran setzen, in der Gruppe des Tages dabei zu sein, um das Trikot zu verteidigen. Denn er führt mit 5 Zählern, doch allein am Col de Toses gibt es 10 Bergpunkte zu holen.

Wegen Waldbränden ohne Zuschauer und Werbekarawane
In der Etappenregion kämpfen die Behörden gegen Waldbrände. Die Tourorganisation hat reagiert und beschlossen, dass die Werbekarawane nicht auf der Rennstrecke unterwegs sein wird. Zudem wurde der Tross der Begleitfahrzeuge auf ein Minimum reduziert und die Öffentlichkeit wurde gebeten, nicht zur Strecke zu kommen.


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Die Strecke der 3. Etappe der Tour de France 2026

Die Karte der 3. Etappe der Tour de France 2026
(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)

Los gehts in Granollers, ein paar Kilometer nördlich von Barcelona. Die erste Steigung steht direkt nach wenigen Kilometern an, eine gute Chance für Ausreißer, sich abzusetzen.

Es folgt ein langes Flachstück, dann geht es zum ersten Berg der 1. Kategorie dieser Tour de France. Der Col de Toses ist durchaus ein happiges Ding. Fast neuneinhalb Kilometer Steigung mit 6,5 % im Schnitt. Unten moderat, die letzten vier Kilometer haben mehr als 9 % im Schnitt! Anschließend geht es einige Kilometer bergab, dann aber zügig zur nächsten Steigung. Es geht zum Col du Calvaire zwar lange bergan, aber moderat steil. Nach der Bergwertung der 3. Kategorie geht es nicht lange bergab, leicht wellig zum Ziel.

Die Steigung zum Ziel ist 1,7 Kilometer lang, hat 6,5 % im Schnitt. Die letzten Meter sind etwas steiler, es gilt, sich die Kräfte im Sprint gut einzuteilen.

Das Finale der 3. Etappe der Tour de France 2026
(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)

Bergwertungen:
3. Kat | Km 17.2 – Côte de Saint Feliu de Codines 7.6km at 4.5%
1. Kat | Km 127.7 – Col de Toses 9.3km at 6.5%
3. Kat | Km 172.3 – Col du Calvaire 11.4km at 4.1%
3. Kat | Km 195.9 – Les Angles 1.7km at 6.5%

Sprintwertung:
KM 98.4 • CAMPDEVÀNOL

Die Favoriten

Kommt eine Gruppe durch, oder holt sich ein GC-Fahrer den Tagessieg? Die erste Bergankunft ist meist eine Sache für die Klassementfahrer, doch das Finale ist nicht superschwer. Welches Team ist bereit, den Ausreißern nachzujagen? Die Visma-Mannschaft von Jonas Vingegaard würde Gelb sicher gern abgeben, auch um ihrem Leader die täglichen Verpflichtungen des Gesamtführenden zu ersparen. Gibt UAE Gas um am Ende anzugreifen? Möglich, aber für sie eignet sich vielleicht der Col du Tourmalet am Donnerstag eher für einen Großangriff. Welches andere Team möchte Kräfte in die Verfolgung investieren, muss man am Ende gegen Del Toro, Pogacar und Vingegaard im Kampf um den Tagessieg antreten?

Diese Gedanken, und noch viele mehr, machen sich die Teams natürlich auch. Das Terrain ist vor allem für bergfeste Klassikerspezialisten eine herausragende Gelegenheit. Es könnten einige Mannschaften ein erhöhtes Interesse an einer Ausreißergruppe haben. Die Abstände in der Gesamtwertung sind bereits recht groß, doch es liegen noch immer einige Fahrer im Bereich von 10 Minuten hinter Gelb. Bei Caja Rural wird man Molenaar gern in der Spitzengruppe sehen, dazu vielleicht Abel Balderstone oder Sebastian Berwick. Schickt Tudor mutig Yannis Voisard in die Gruppe? Für Mauro Schmid und Luke Plapp ist dieses Teilstück vielleicht auch eine Option, ebenso für Georg Steinhauser, Emiel Verstrynge und Louis Vervaeke. Auch der Franzose Joris Delbove hat zwar schon mehr als sechs Minuten Rückstand in der Gesamtwertung, wäre aber auch ein Fahrer, der hier eine Chance sieht.

Man wird direkt zu Beginn sehen, wer welche Interessen hat. Gut möglich, dass es ein schneller Start wird und es einen harten Kampf um die Gruppe gibt. Je länger es dauert, ehe die Gruppe steht, desto kürzer ist der Weg zum Ziel und die Chancen schwinden. Es könnte ein interessanter Auftakt und ein packendes Finale werden.

***** –
**** Plapp, Pogacar
*** Schmid, Simmons, Verstrynge
** Vacek, Berwick, Del Toro, Steinhauser
* Seixas, Pidcock, Van Eetvelt, Vingegaard, Healy, Delbove, Voisard

Start: 12:10 Uhr
Ziel: ~ 17 Uhr


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