
4. Etappe der Tour de France 2026 kompakt: Carcassonne – Foix | 181,9 km | 2800 hm
Am Montag hatten die Ausreißer keine Chance, das UAE-Team setzte nach und Pogacar holte den Etappensieg. Das Terrain auf der 4. Etappe am Dienstag ist nicht schwer genug, für den Tour-Dominator und gut möglich, dass seine Mannschaft die Ausreißer gewähren lässt. Ob sich Sprinter Hoffnungen auf den Tagessieg machen können, bleibt abzuwarten. Setzt sich eine starke Ausreißergruppe ab, wird es für die Sprintermannschaften selbst mit vereinten Kräften schwer, für einen Massensprint zu sorgen. Denn das Terrain ist durchaus anspruchsvoll.
Für die reinen Top-Sprinter scheint das Terrain zu schwer, aber es gibt einige endschnelle Männer im Tour-Peloton, denen selbst längere Anstiege wenig anhaben können. Doch versuchen ihre Mannschaften das Rennen zu kontrollieren, oder besser den entsprechenden Fahrer in der Gruppe des Tages zu platzieren?
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Je mehr Fahrer die Chance auf einen erfolgreichen Ausreißversuch sehen, desto intensiver ist der Kampf um die Gruppe des Tages. Einige Teams werden versuchen, mit mehreren Fahrern dabei zu sein, um die Chancen zu erhöhen, oder dem endschnellen Mann das Terrain zu bereiten.
Für die Klassementfahrer geht es vermutlich vor allem darum, ohne Zeitverlust und möglichst kräfteschonend das Ziel zu erreichen. Der Auftakt war kräftezehrend und am Donnerstag wartet bereits der Tourmalet!
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Die Strecke der 4. Etappe

(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)
In Carcassonne beginnt die vierte Etappe der 113. Tour. Es geht zunächst gen Südosten, dann südwärts zur ersten Bergwertung des Tages. Das Terrain ist ab Start wellig, im zweiten Teil der Etappe wird es dann deutlich bergiger.
Die Sprintwertung wird etwa zu Rennmitte abgenommen, danach beginnt die erste von zwei längeren Steigungen der 2. Kategorie. Zuerst der Col de Coudons, ein langer Anstieg mit 5,5 % im Schnitt. Es geht satte 10,7km bergauf. Kein Monsterberg, aber doch ein ordentlicher Berg. Es folgt nicht direkt eine Abfahrt, sondern es geht nach der Bergwertung erst einige Kilometer flach weiter, ehe eine kurze Abfahrt die Fahrer zum Fuß der letzten kategorisierten Steigung bringt.
Der Col de Montségur ist im Schnitt 6,6 % steil, es geht fast 7 Kilometer bergan. Die letzte große Schwierigkeit. Es folgt eine Abfahrt und anschließend geht es wellig ins Ziel nach Foix. Die Anfahrt zum Ziel ist nicht sehr kompliziert. Rund 300m vor dem Ende geht es rechts weg über eine Brücke und dann leicht ansteigend bis zur Linie.

(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)
Bergwertungen:
4. Kat | Km 48.2 Col de Bedos – 3.3km at 4.4%
3. Kat | Km 64.9 – Col du Paradis – 5.8km at 4.1%
2. Kat | Km 104.9 – Col de Coudons – 10.7km at 5.5%
2. Kat | Km 146.7 – Col de Montségur – 6.9km at 6.6%
Sprintwertung:
KM 93.4 • QUILLAN
Die Favoriten
Für einen Ausreißversuch kommt das halbe Feld in Frage. Die Abstände in der Gesamtwertung sind groß und selbst wenn Tadej Pogacar das Gelbe Trikot unbedingt verteidigen wollen würde – nur eine überschaubare Zahl von Fahrern liegt in der Gesamtwertung noch in Schlagdistanz.
Starke Rouleure, die auf diesem Terrain aus einer Fluchtgruppe erfolgreich sein können, gibt es einige. Quinn Simmons beispielsweise, oder Marco Frigo, Jonas Abrahamsen. Emiel Verstrynge, Toms Skujiņš, Mauro Schmid, Javier Romo, Ramses Debruyne, Anders Skaarseth, Pablo Castrillo …. man könnte dieser Liste eine ganze Reihe von Namen hinzufügen. Die endschnellen Magnus Cort und Dorian Godon könnten sich auch aus einer größeren Gruppe durchsetzen. Aber würden ihre Teams das Rennen kontrollieren wollen? Eher nicht zu erwarten.
Was plant Lidl-Trek mit Mads Pedersen? Der Däne ist sehr bergfest, sehr endschnell. Das gilt auch für Biniam Girmay vom NSN-Team. Wollen sie mit vereinten Kräften das Rennen kontrollieren und am Ende für einen Sprint aus einem dezimierten Feld sorgen? Auch das ist denkbar.
***** –
**** Pedersen, Cort
*** Godon, Abrahamsen, Simmons
** Plapp, Castrillo, Van der Poel, Mohoric
* Matthews, Vacek, Healy, Aranburu, Romo, Frigo, Zimmermann, Wright
Start: 13:10 Uhr
Ziel: ~17:25 Uhr


