Profil der 7. Etappe der Tour de France 2026 (Foto: © ASO)

Nach dem Berg-Spektakel am Tourmalet am Donnerstag sind nun wieder die Sprinter dran. Die 7. Etappe führt von Hagetmau nach Bordeaux. 175 nur leicht wellige Kilometer – in Summe müssen rund 850 Höhenmeter bewältigt werden – keine andere Massenstart-Etappe dieser Tour hat weniger Höhenmeter.

Schwer vorstellbar, dass sich die Sprinter diese Chance entgehen lassen. Kein Wind, keine Berge – das ist die ideale Etappe für die endschnellen Männer. Das bedeutet aber auch, dass es im Finale wieder hektisch wird, hart um die Positionen gekämpft wird. Beim ersten Sprint ging es sehr chaotisch zu, der Druck ist nicht geringer geworden, die Beine nach dem Ritt über den Tourmalet aber wohl ein wenig müder. Das Finale ist wenig kompliziert, es wird auf die Vorarbeit der Anfahrer ankommen und das richtige Timing.

Für die Klassementfahrer die Chance auf einen ruhigen Tag. Es geht nur darum, möglichst kraftschonend und ohne Zeitverlust das Ziel zu erreichen.

Die Strecke der 7. Etappe der Tour 2026

Die Karte der 7. Etappe der Tour de France 2026
(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)

Nach dem Start geht es gen Norden, auf nahezu direktem Weg nach Bordeaux. Überwiegend flach, breite Straße – nur im Finale eine Bergwertung der 4. Kategorie. Eine ideale Etappe für einen Massensprint.

Die Anfahrt zum Ziel ist komplett flach und wenig kompliziert. Es geht die letzten eineinhalb Kilometer am Ufer der Garonne entlang, ganz leicht nach rechts. Doch zuvor gilt es bereits in Position zu sein, wenn es etwas weniger als fünf Kilometer vor dem Ende über eine Brücke geht. Es geht auf breiter Straße erst rechts, dann zwei Mal links und über die Brücke. Dann nach rechts auf die lange Zielgerade. Besonders knifflig wird es wohl nicht, denn die Straße ist sehr breit.

Das Finale der 7. Etappe der Tour de France 2026
(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)

Bergwertungen:
4. Kat | Km 137.3 – Côte de Béguey 1.2km at 4.4%

Sprintwertung:
KM 120.2 • LANDIRAS

Die Favoriten

Nach dem chaotischen ersten Massensprint in Pau gibt es nun die zweite Chance. Oav Kooij und Max Kanter haben in Pau Selbstvertrauen getankt, für Jasper Philipsen hingegen lief es nicht wie gewünscht. Nun also die zweite Chance und die Karten werden neu gemischt. Es wird auf der langen Zielgeraden auch auf die Helfer ankommen. Alpecin-Premiertech hat ein superstarkes Team für Philipsen dabei, doch das funktionierte im Chaos in Pau nicht perfekt. Auch Soudal-QuickStep hat starke Helfer, leider ist Anfahrer Bert Van Lerberghe bereits ausgeschieden. Astana hat den Sprint in Pau für Kanter sehr gut vorbereitet – sie gehen mit breiter Brust in den Sprint in Bordeaux.

Man darf gespannt sein, wie das Finale läuft! Auch im Kampf um Grün ist es vielleicht eine richtungsweisende Etappe.

***** Merlier, Kooij
**** Philipsen, Girmay, Kanter
*** Pedersen, Bittner, Waerenskjold
** Ackermann, Gaviria, Bauhaus
* Artz, Godon, Pluimers, Fretin

Start: 13:00 Uhr
Ziel: 17:15 Uhr