Tim Merlier (Soudal Quick-Step) hat die 8. Etappe der Tour de France gewonnen, die in Bergerac mit einem Massensprint endete. Bei seinem zweiten Tageserfolg ließ der 33-jährige Belgier der Sprinterkonkurrenz erneut keine Chance. Zweiter wurde Biniam Girmay (NSN Cycling), auf dem dritten Platz landete Olav Kooij (Decathlon CMA CGM). Pascal Ackermann (Jayco AlUla) wurde Siebter, Max Kanter (XDS Astana) Neunter.
Im Gesamtklassement gab es keine Änderungen: Tadej Pogacar (UAE Emirates XRG) führt weiter vor Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) und Isaac Del Toro. In der Punktewertung liegt weiter Mads Pedersen (Lidl-Trek) vorne, sein Vorsprung auf die Verfolger Tim Merlier und Biniam Girmay ist aber deutlich kleiner geworden.
Tim Merlier fait coup double : le Belge s'impose une nouvelle fois au sprint à Bergerac et remporte la 8e étape ! #LesRP #TDF2026 pic.twitter.com/LEKYBfmBuS
— Eurosport France (@Eurosport_FR) July 11, 2026
Die Etappe: 180 meist flache Kilometern von Périgueux nach Bergerac – eine Angelegenheit der Sprinter

(Foto: © ASO)
Was sonst so passierte:
Kurz nach dem Start bildete sich eine wenig umkämpfte Ausreißergruppe des Tages: Liam Slock (Lotto Intermarché), Jakub Otruba (Caja Rural-Seguros RGA) und Thibault Guernalec (TotalEnergies) wurden vom Feld jedoch an der kurzen Leine gelassen. Der Vorsprung des Trios betrug in der Spitze rund 2 Minuten. Im Peloton waren es wie am Vortag vor allem die beiden Teams von Alpecin PremierTech und Soudal QuickStep, die das Tempo machten.
Liam Slock, der sich kürzlich mit seinem Sturzsieg beim GP Gippingen in der Radsportwelt einen Namen gemacht hatte, gewann die erste Bergwertung (4. Kat.), bei der später folgenden Zwischensprintwertung musste er Jakub Otruba knapp den Vortritt lassen – im Feld tankte derweil Jasper Philipsen als Schnellster Selbstvertrauen. Die zweite Bergwertung ging wieder an Liam Slock, mit der Einigkeit war es beim Ausreißer-Trio nun vorbei. Während es Slock als Solist probierte, ließen sich Guernalec und Otruba ins Feld zurückfallen. Der Belgier hatte 20 km vor dem Ziel noch einen Vorsprung von 1:20 Min., nach weiteren 10 km hatte er immer noch einen Vorsprung von gut 1 Minute.
1,3 km vor dem Ziel war es dann um den letzten Ausreißer geschehen – alles lief auf den erwarteten Massensprint hinaus, bei dem Tim Merlier überlegen seinen zweiten Sieg holte.


