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Zu stark, auch für die Streckenplaner

Tadej Pogacar
(Foto: ©CorVos)

Der erste Blick auf den Parcours der Tour nach der Streckenpräsentation offenbarte es: Die Organisation wollte die Gesamtwertung nach Möglichkeit lange offenhalten. Selbst die schwere Tourmalet-Etappe – die einzige richtig schwere Bergetappe der ersten 14 Renntage – hatte ein eher mittelschweres Finale. Keine Bergankunft in Luz Ardiden, sondern eher ein „Rollerberg“ im Finale. Doch so gut auch die Strecke geplant war – der Blick auf die Gesamtwertung offenbart einen klaren Favoriten. Tadej Pogacar hat mehr als zweieinhalb Minuten Vorsprung – dafür reichte die eine Bergetappe. Die ganz große Spannung im Kampf um Gelb lässt sich nicht erkennen, zu groß ist der Abstand.

Dass die UAE-Mannschaft die Pyrenäen-Etappe über den Tourmalet zum Großangriff nutzte, hat sicher auch damit zu tun, dass Jonas Vingegaard den Giro d’Italia bestritt und nun zu Beginn nicht ganz so stark ist, wie er vielleicht in Woche drei sein könnte. Das lässt sich zumindest aus den Aussagen der Visma-Teamleitung ableiten. Pogacar nutzte diese Chance vehement und verschaffte sich direkt einen Puffer. Viel fehlte Vingegaard bergauf nicht, um am Rad des Titelverteidigers zu bleiben – nur ein paar Sekunden lag er am Gipfel dahinter. Hätte er folgen können, wäre die Gesamtwertung vielleicht nicht deutlich offener – denn wäre Vingegaard nach dem Tourmalet nicht mit durch die Führung gegangen, wären vielleicht die Verfolger zurückgekommen.

Was, wäre, wenn – alles egal! Pogacar war zu stark für den Rest im Peloton und damit auch für die Streckenplaner. Denn statt eines engen Gesamtklassements thront am ersten Ruhetag bereits schon wieder König-Pogacar über dem Tour-Peloton.


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