Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) hat die schwere 10. Etappe der Tour de France gewonnen. Auf der Fahrt durch das Zentralmassiv löste sich Pogacar am vorletzten Anstieg aus der Favoritengruppe und siegte als Solist. Rang zwei ging an Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe), der den Sprint der Verfolger vor Paul Seixas (Decathlon CMA CGM) und Florian Lipowitz gewann.
In der Gesamtwertung liegt Pogacar nun mehr als dreieinhalb Minuten vor Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike). Remco Evenepoel hat als Gesamtdritter mehr als vier Minuten Rückstand auf Pogacar.
Die Etappe: 166 Kilometer von Aurillac nach Le Lioran

(Foto: © ASO)
Was sonst so passierte:
Direkt nach dem Start begannen die Attacken. Mads Pedersen hatte einen Defekt und musste das Rad wechseln. Nachdem er zurück im Feld war, setzte sich das Team Lidl-Trek an die Spitze und machte Tempo. Das Feld brach zwischenzeitlich auseinander und einige Sprinter fielen zurück. Pedersen holte sich am Sprint die 25 Punkte. Kanter bekam 20 Zähler.
Nach dem Zwischensprint wurde erneut attackiert. Es dauerte einige Kilometer, dann löste sich schließlich eine große Gruppe mit 31 Fahrern. Einige Teams hatten mehrere Fahrer dabei.
Die Gruppe:
EF Education-EasyPost: Baudin, Healy
XDS Astana: Higuita, Tejada, Velasco
Netcompany Ineos: Arensman, Vauquelin
Soudal Quick-Step: Paret-Peintre, Vervaeke
Alpecin-Premier Tech: Debruyne, Van der Poel
Jayco AlUla: O’Connor, Plapp
Uno-X Mobility: Abrahamsen
NSN: Frigo
Movistar: Cepeda, Garcia Pierna, Romo
Lotto Intermarché: Zimmermann
Cofidis: Izagirre, B. Thomas
Pinarello-Q36.5: Azparren, Wright
Groupama-FDJ United: Braz Afonso, Grégoire, Martin-Guyonnet
Tudor: Haller, Hirschi
Total Energies: Jegat, Guernalec
Caja Rural-Seguros RGA: Nicolau
Im Feld machte das UAE-Team das Tempo. Tejada und Romo lösten sich vorn nach der ersten Bergwertung, Healy sprang zu ihnen nach vorn. UAE hielt die Spitze an der kurzen Leine. Etwas mehr als 70 Kilometer vor dem Ende löste sich Romo an der Spitze.
Die erste Bergwertung hatte sich Paret-Peintre geholt, an den folgenden beiden Bergwertungen war Romo vor Paret-Peintre. Auch am Côte de Murat war Romo noch an der Spitze und bekam die zwei Zähler gutgeschrieben. Die anderen Ausreißer waren bereits eingeholt, 38 Kilometer vor dem Ende war auch die Flucht von Romo beendet. Wenig später griff Richard Carapaz an und löste sich. Er holte sich die Zähler am Gipfel, lag etwa 20 Sekunden vor der Gruppe um das Gelbe Trikot, wo die Mannschaft von Paul Seixas auf den letzten Metern bergauf das Tempo machte.
Pidcock stürzte in der Abfahrt, konnte aber wieder aufschließen. Das Decathlon-Team machte auch bergauf das Tempo, Carapaz lag 18 Kilometer vor dem Ende bereits rund eine Minute voraus.
Etwas weniger als 16 Kilometer vor dem Ende kam dann der Angriff von Tadej Pogacar. Der Slowene löste sich allein, holte Carapaz ein und hängte ihn direkt ab. Dahinter formierte sich eine Gruppe mit Vingegaard, Evenepoel, Lipowitz, Ayuso, Skjelmose und Seixas. Nach der Abfahrt wurde Carapaz auch von den Verfolgern eingeholt und durchgereicht.
Tadej Pogacar zog an der Spitze durch und holte sich den Etappensieg. Remco Evenepoel geriet ein paar Meter in Rückstand zur Lipowitz-Gruppe, kam aber in der Abfahrt zurück und sprintete am Ende auf Rang zwei.


