
Die 11. Etappe kompakt: Vichy – Nevers | 161,3 km | 1470 hm
Nach dem dritten Etappensieg von Tadej Pogacar am Dienstag im Zentralmassiv geht es nun mit einer Flachetappe weiter. Die 11. Etappe der Tour 2026 hat nur zwei Bergwertungen der 4. Kategorie und ist überwiegend flach. Es ist eine herausragende Gelegenheit für die Sprinter und ganz sicher werden sich die Teams der endschnellen Männer diese Chance nicht entgehen lassen wollen.
Mit starkem Wind ist auch nicht zu rechnen, so darf man wohl mit dem klassischen Verlauf einer Sprinteretappe rechnen: Eine kleine Gruppe löst sich, das Feld kontrolliert und sorgt für einen Massensprint. Gut möglich, dass bis zum Zwischensprint das Feld zusammenbleibt. Oder hat das Lidl-Trek-Team eher ein Interesse daran, dass sich Ausreißer die Zähler beim Zwischensprint sichern, da das Terrain vor der Sprintwertung nicht schwer genug ist, um die reinen Sprinter abzuhängen? Auch das ist denkbar – denn der Kampf um Grün ist noch längst nicht entschieden.
Podcast: Max Kanter gibt einen Einblick in die Massensprints bei der Tour de France 2026
Für die Klassementfahrer ist es eine Etappe, bei der es vor allem darum geht, sicher, sturzfrei und ohne Zeitverlust das Ziel zu erreichen. Es ist kein anspruchsvolles Teilstück, aber dennoch muss man die Konzentration hochhalten. Vor allem im hektischen Finale, wenn das Feld ausgeruht auf die letzten Kilometer geht und hart um die Positionen gekämpft wird. Erst ab der „Sprint Zone“ – ab fünf Kilometer vor dem Ende können sich die GC-Fahrer etwas entspannen – dann wird bei Stürzen oder Defekt die Zeit der Gruppe gewertet, in der sich der Fahrer zum Zeitpunkt des Unfall oder Defektes befand.
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Die Strecke der 11. Etappe der Tour de France 2026

(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)
Nach dem Start in Vichy geht es gen Norden. Der Zwischensprint steht bereits nach 27,8 Kilometer an. Im Kampf um Grün ist jeder Punkt wichtig – gut möglich, dass bis dahin keine Gruppe entscheidend wegfahren kann. Wenig später steht die erste von zwei Bergwertungen an, der Anstieg ist nur rund einen Kilometer lang, bei rund 6%. Vielleicht der Ort, wo sich Ausreißer lösen können.
Das Terrain bleibt überwiegend flach, es geht weiter gen Norden. Der zweite und letzte Anstieg ist dann 38 Kilometer vor dem Ende gemeistert und es geht anschließend flach zum Ziel.
Die Anfahrt zur Linie ist nicht sehr kompliziert. Die Zielgerade ist lang und flach. Etwa eineinhalb Kilometer vor dem Ende gibt es erst eine lang gezogene Rechtskurve, dann eine lang gezogene Linkskurve. Einen Kilometer vor dem Ende geht es über Bahngleise – dann geradeaus zur Linie. Superbreit ist die Zielgerade nicht.

(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)
Bergwertungen:
4. Kat | km 32.9 – Côte de Billonnière | 1km at 5.8%
4. Kat | km 123.4 – Côte de Billy-Chevannes | 1.4km at 5%
Sprintwertung:
KM 27.8 • SAINT-POURÇAIN-SUR-SIOULE
Die Favoriten
Es sind die Top-Sprinter, die hier zu den Favoriten zählen. Tim Merlier ist aktuell der beste Sprinter der Welt. Kann er seinen dritten Etappensieg bei dieser Tour einfahren? Möglich. Doch die Konkurrenz ist stark. Olav Kooij, Jasper Philipsen, Max Kanter – sie alle haben starke Helfer und starke Beine. Bei dieser Ankunft kommt es auf das Leadout, aber auch das Timing und natürlich die Power an.
Bislang liefert das Astana-Team geschlossen sehr starke Leadouts, das ist bei dieser Ankunft erneut gefragt. Alle Sprinter haben am Dienstag versucht, kraftsparend durch das Zentralmassiv zu kommen – dennoch werden sie wohl die Anstrengungen der bisherigen Tage spüren.
***** Tim Merlier
**** Max Kanter, Jasper Philipsen
*** Girmay, Kooij
** Wærenskjold, Fretin, Bittner, Pedersen, Ackermann
* Bauhaus, Pluimers, Wright, Gaviria
Start: 14:05 Uhr
Ziel: ~ 17:40 Uhr


