Profil der 13. Etappe der Tour de France 2026 (Foto: © ASO)

Das Peloton erreicht die Vogesen. Bevor am Samstag die superschwere Etappe nach Le Markstein ansteht, könnte am Freitag auch ein Rouleur den Sieg feiern. Diese 13. Etappe ist nach dem Start in Dole zunächst überwiegend flach, aber im Finale geht es ordentlich bergauf. Aber am Ende bergab ins Ziel nach Belfort. In Summe sind knapp zweieinhalbtausend Höhenmeter zu meistern. Die letzte und schwerste Steigung des Tages ist ein Anstieg der 1. Kategorie. Es geht von Norden zum Ballon d’Alsace. Ein knapp neun Kilometer langer Anstieg mit fast 7% im Schnitt.

Für die Sprinter ist die Etappe zu schwer, für Klassementfahrer nur das Finale zum Angriff geeignet. So können sich Ausreißer Hoffnungen auf den Tagessieg machen. Je mehr Fahrer die Chance auf einen Ausreißererfolg sehen, desto intensiver der Kampf zu Beginn um die Gruppe des Tages.

Für die Klassementfahrer ist es vermutlich kein Großkampftag. Die Steigung zum Ballon d’Alsace ist lang, aber nicht supersteil. Nach der Abfahrt warten noch 17 flache Kilometer zum Ziel. Mit einem Angriff werden die Klassementfahrer wohl besser auf den Folgetag warten. Aber vielleicht wird mal getestet, wie gut die Beine der Konkurrenz nach zwei schweren Tourwochen noch sind.

Im Kampf um Grün könnte man vielleicht einen der Sprinter in der Gruppe des Tages erwarten – denn der Zwischensprint ist zwar im letzten Drittel der Etappe, aber vor den beiden Anstiegen.


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Die Strecke der 13. Etappe der Tour 2026

Die Karte der 13. Etappe der Tour de France 2026
(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)

Nach dem Start in Dole geht es gen Nordosten. Die ersten rund 150 Kilometer sind fast komplett flach. Die Sprintwertung ist erst nach rund 140 Kilometern erreicht, danach geht es zur ersten Bergwertung des Tages. Der Col des Croix ist aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was dann noch kommt.

Der Ballon d’Alsace ist kein Monsterberg, aber doch ein happiger Anstieg der 1. Kategorie. 8,9 Kilometer bergauf, mit 6,9 % im Schnitt! Ein recht gleichmäßiger Anstieg, ohne supersteile Abschnitte. Auch für bergfeste Rouleure gut bewältigbar. Das Finale ist nicht sehr kompliziert, hat aber einige Kurven. Es geht leicht bergab, dann rund 500 Meter vor dem Ende rechts weg über eine Brücke. Mit einem Massensprint ist nicht zu rechnen, die Straße ist recht breit, so dürfte auch die recht kurze Zielgerade kein Problem darstellen.

Finale der 13. Etappe der Tour de France 2026
(Foto:

Bergwertungen:
3. Kat | km 157.4 – Col des Croix Climb of 5.1km at 4.8%
1. Kat | km 175.9 – Ballon d’Alsace Climb of 8.9km at 6.9%

Sprintwertung:
KM 137.8 • MÉLISEY

Die Favoriten

Das halbe Feld kommt für einen Ausreißversuch in Frage. Je mehr Fahrer sich Chancen ausrechnen, desto größer ist der zu erwartende Kampf um die Gruppe des Tages. Das Terrain ist ideal für bergfeste Rouleure. Ben Healy, Tom Pidcock, Quinn Simmons, Maxim van Gils, Alex Baudin, Lennert van Eetvelt, Javier Romo … Fahrer dieser Kategorie finden ideales Terrain vor. Auch Felix Engelhardt oder Georg Zimmermann könnten ihr Glück versuchen. Der erste Schritt ist der Sprung in die Gruppe – das könnte sich als große Herausforderung darstellen.

Ob man beim Team UAE auch einen Fahrer mitschickt, bleibt abzuwarten. Tim Wellens oder Brandon McNulty könnten hier auf eigene Rechnung fahren und hätten durchaus gute Chancen, im Kampf um den Tagessieg mitzumischen. Bevor sie am Samstag wieder für Tadej Pogacar arbeiten müssen.

Möglicherweise setzt Lidl-Trek erneut auf Mads Pedersen. Der Däne ist zwar im Massensprint nicht so explosiv, wie in der Vergangenheit, klettert aber außergewöhnlich gut. Das, und die Hilfe der Teamkollegen bescherten ihm den Sieg in Foix. Setzt man wieder auf Pedersen? Mit einem Etappensieg in Belfort könnte man den Kampf um Grün vorentscheiden!

***** –
**** Healy, Simmons, Pidcock
*** Carapaz, Wellens, Debruyne
** Ganna, Romo, Catrillo, Pedersen, Vacek
* Baudin, Van Eetvelt, Vauquelin, Van der Poel, Balderstone

Start: 13 Uhr
Ziel: ~18 Uhr