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Zähe Schlusswoche, oder großer Spaß für Pogacar?

Spaß bei der Arbeit – Tadej Pogacar
(Foto: ©CorVos)

Der härteste Konkurrent ist aus dem Rennen, das Polster in der Gesamtwertung beträgt satte 5 Minuten. Tadej Pogacar trägt Gelb fest auf den Schultern und ist auf dem Weg zum fünften Gesamtsieg. Doch der Weg bis Paris ist noch weit. Und möglicherweise nervig. Täglich muss Pogacar die Fragen der Journalisten beantworten, Dopingkontrollen, gern auch mal nachts. Volle Konzentration ist gefragt, mentale Stabilität. Im vergangenen Jahr ging Pogacar am Ende etwas der Spaß an der Tour abhanden, möglicherweise auch wegen einer Knieverletzung. Doch spürbar war er genervt. Auch dieses Jahr könnte die Schlusswoche zäh werden. Dass er am Sonntag den Sprint um den Tagessieg nicht gewann, deuten einige Beobachter als erstes Anzeichen. Aber man sollte eine verpasste Etappenchance sicher nicht überinterpretieren.

Es warten auf Pogacar in der Schlusswoche Pflichtaufgaben, aber auch Ziele. Vermutlich wird der Sieg in L’Alpe d’Huez auf seinem Zettel stehen – ein ikonischer Berg, wo er sich gern in die Siegerlisten eintragen möchte. Dazu hat er ein Nebenprojekt – seinen mexikanischen Teamkollegen Isaac del Toro auf dem Podium der Tour zu halten. Es mag schräg erscheinen, dass der beste Fahrer der Welt beim größten Rennen des Jahres möglicherweise Ziele abseits des Gesamtsieges braucht, um mehr Spaß als Pflichterfüllung zu empfinden. Doch im Falle von Pogacar ist das denkbar – vor allem nach seinen Aussagen im vergangenen Jahr.

Vier Etappen hat Pogacar gewonnen, zuletzt wirkten seine Attacken nicht mehr so federleicht, wie zu Beginn der Tour. So könnte auch für ihn eine zähe Schlusswoche bleiben.


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