Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) hat die 17. Etappe der 113. Tour de France gewonnen. Der Belgier setzte sich im Sprint der Ausreißergruppe vor Mauro Schmid (Team Jayco AlUla) und Olav Kooij (Decathlon CMA CGM) durch.
Auf der welligen Etappe wurde von Beginn an angegriffen, es lösten sich im Verlauf der Etappe verschiedene Ausreißergruppen, aber nie war die Rennsituation wirklich stabil. Am Ende schlossen sich die Ausreißergruppen zusammen und Philipsen setzte sich im Sprint nach super Vorarbeit seines Teamkollegen Mathieu van der Poel durch.
In der Gesamtwertung bleibt Tadej Pogacar (UAE Team Emirates – XRG) an der Spitze. Er erreichte im Hauptfeld an der Seite der anderen Klassementfahrer das Ziel mehr als acht Minuten nach dem Tagessieger. Pogacar führt weiter vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und seinem Teamkollegen Isaac del Toro.
Die Etappe: Von Chambéry nach Voiron, über 174,7 wellige Kilometer.

(Foto: © ASO)
Was sonst so passierte:
Die erste Attacke setzte Baptiste Veistroffer (Lotto Intermarché), Jonas Abrahamsen (Uno-X) ging mit. Doch es wurde nachgesetzt und anschließend weiter attackiert. Immer wieder lösten sich Gruppen, es wurde jedoch nachgesetzt. Auch Mads Pedersen fuhr offensiv. In der Steigung zum Col des Près formierte sich dann eine große Gruppe. Doch im Feld wurde Tempo gemacht, Pedersen versuchte noch, nach vorn zu springen. So brach auch das Feld auseinander. An der Bergwertung war Mathieu van der Poel vorn, das lang gezogene Feld aber hatte den Anschluss an die Ausreißergruppe fast geschafft.
In der Abfahrt und der Gegensteigung löste sich erneut eine Gruppe. Tadej Pogacar sprang mit, auch andere GC-Fahrer waren in der rund 30 Fahrer großen Gruppe – Remco Evenepoel, Paul Seixas, Juan Ayuso und Mattias Skjelmose waren aufmerksam und dabei.
Rund 104 Kilometer vor dem Ende lösten sich an der Spitze einige Fahrer, die Klassementfahrer ließen sich zurückfallen und wurden vom ersten Teil des Feldes eingeholt.
So lagen schließlich 16 Ausreißer an der Spitze:
Visma-Lease a Bike: Hagenes
Red Bull-Bora-Hansgrohe: Hindley
Lidl-Trek: Simmons
EF Education-Easypost: Baudin
Decathlon CMA CGM: Benoot
Bahrain Victorious: Mohoric
Netcompany Ineos: Bernal, Tarling
Soudal Quick-Step: Stuyven
Alpecin-Premier Tech: Van der Poel
Jayco AlUla: Engelhardt
Movistar: Castrillo, Rubio
Groupama-FDJ United: Braz Afonso, Martin-Guyonnet
Tudor: Pluimers
Dahinter lag der erste Teil des Feldes, dort machte Decathlon das Tempo. Als sie sich aus der Nachführbeit zurückzogen, wurde im Feld wieder attackiert. Es lösten sich drei Verfolger – mit dabei Ben Healy. Doch dann spannten sich erneut Uno-X Mobility und Decathlon-CGA-CGM vor das Verfolgerfeld und reduzierten den Rückstand nach und nach. 65 Kilometer vor dem Ende griff Pedersen wieder an und sprang nach vorn.
An der Spitze wurde weiter attackiert, dann lösten sich Mads Pedersen (Lidl-Trek), Ben Healy (EF Edutacion-EasyPost), Michal Kwiatkowski (Netcompany Ineos), Felix Engelhardt (Jayco AlUla), Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step) und Ed Planckaert (Alpecin-Premier Tech).
Beim Zwischensprint holte sich vorn Pedersen die 25 Zähler. Aus der Verfolgergruppe holte Philipsen noch 9 Zähler. Direkt nach der Sprintwertung griff Stuyven vorn an und löste sich. Der Rest der Gruppe wurde 15 Kilometer vor dem Ende von den Verfolgern eingeholt. Stuyven lag zu diesem Zeitpunkt rund 45 Sekunden voraus. Das Hauptfeld um Tadej Pogacar lag mehr als sechs Minuten dahinter.
Stuyven wurde eingeholt und es kam am Ende zum Sprint der Ausreißer. Philipsen setzte sich souverän durch.



