
Nach dem Zeitfahren am Dienstag geht es nun mit einer welligen Etappe weiter. Die 17. Etappe führt über 174 Kilometer von Chambéry nach Voiron. Rund 2250 Höhenmeter hat dieses wellige Teilstück. Viele Fahrer haben sich im Zeitfahren geschont, sind nun bereit für einen Ausreißversuch. Blickt man auf die restlichen vier anstehenden Etappen nach diesem 17. Teilstück, wird für viele Fahrer und Teams klar: Das ist wohl eine der letzten Chancen auf einen Etappensieg. Das bedeutet, dass viele Mannschaften All In gehen, versuchen, in der Gruppe des Tages dabei zu sein – bestenfalls mit mehreren Fahrern. Das könnte zu einem schnellen Beginn und einem heftigen Kampf um die Gruppe des Tages führen.
Der Start der Etappe ist durchaus anspruchsvoll, nach rund 20 Kilometern geht es zur ersten Bergwertung, anschließend weiter bergan. Für die reinen Sprinter eventuell zu anspruchsvoll. Auch die Herren im Kampf um das Grüne Trikot könnten versuchen, in der Gruppe des Tages dabei zu sein. Der Zwischensprint ist spät im Verlauf der Etappe, im Ziel gibt es bis Rang 15 Zähler zu holen. Oder ist es denkbar, dass die Sprintermannschaften das Rennen kontrollieren, für einen Sprint? Bei diesem schweren Auftakt müsste es sehr lange dauern, ehe sich eine Gruppe formieren kann, dazu stellt sich die Frage, welche Mannschaften Interesse an einem Sprint haben. Das wahrscheinlichste Szenario ist ein Ausreißersieg.
Für die Klassementfahrer gilt es ohne Zeitverlust und mit möglichst wenig Energieaufwand das Ziel zu erreichen. Sie sind in den folgenden Tagen dann deutlich mehr gefordert.
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Die Strecke der 17. Etappe

(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)
Direkt nach dem Start geht es zur ersten Bergwertung. Nur die ersten Kilometer sind flach. Tendenziell geht es die ersten 50 Kilometer mit einigen flachen Abschnitten bergan. Erst danach beginnt die erste Abfahrt. Die Abfahrt ist rund acht Kilometer lang und führt direkt in die nächste kurze Steigung. Anschließend geht es wieder bergab und bleibt dann bis zum Ziel nur leicht wellig.
Rund 50 Kilometer vor dem Ende ist man dem Ziel bereits recht nah, die Strecke beschreibt aber noch eine Schleife um den Zielort Voiron. Auf den letzten Kilometern geht es noch einmal rund zweieinhalb Kilometer mit knapp vier Prozent bergauf, danach dann flach zur Linie. Auf dem letzten Kilometer gilt es dann, noch mehrere Kurven zu meistern, die letzte rund 300 Meter vor dem Ende – durchaus eng!

(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)
Bergwertungen:
4. Kat | km 19.2 – Côte de Bassa – 1.5km at 5.5%
4. Kat | km 35.5 – Côte de Rossillon – 1.7km at 5.3%
3. Kat | km 49.6 – Col des Prés – 3.5km at 6.8%
4. Kat | km 59.5 – Côte de Saint-Jean d’Arvey – 1.1km at 5.7%
Sprintwertung:
KM 147.5 • COLOMBE
Die Favoriten
Das halbe Feld kommt für eine Ausreißergruppe in Frage. Vermutlich sogar noch mehr. Das anspruchsvolle Terrain zu Beginn macht es möglich, „auf Stärke“ eine Gruppe zu initiieren. Bei dem eher flachen Finale sind es die Rouleure und Klassikerspezialisten. Fahrer wie Mads Pedersen, Mathieu van der Poel, Jasper Stuyven, Magnus Cort sind auf diesem Terrain die Favoriten. Einige Fahrer haben sich in den vergangenen Tagen hervorgetan – Quinn Simmons beispielsweise fährt bockstark. Auch für ihn wäre das eine gute Gelegenheit – doch eventuell muss er sich in den Dienst von Pedersen stellen, um das Grüne Trikot abzusichern. Je nach Rennsituation.
Abrahamsen, Asgreen, Mohoric, Valgren .. es gibt viele weitere Rouleure, die auf diesem Abschnitt die Chance auf einen Tagessieg haben. Der erste Schritt zum Etappensieg ist, in der entscheidenden Gruppe dabei zu sein. Schon das kann ein hartes Stück Abreit werden.
***** Van der Poel
**** Simmons, Ganna
*** Stuyven, Abrahamsen, Cort, Pedersen
** Girmay, Valgren, Wright, Mohoric
* Kooij, Wellens, Denz, Philipsen
Start: 13:20 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr


