Profil der 18. Etappe der Tour de France 2026 (Foto: © ASO)

Die 18. Etappe der Tour de France 2026 führt von Voiron nach Orcières-Merlette. 185 Kilometer, insgesamt rund 3900 Höhenmeter – eine anspruchsvolle Etappe! Insgesamt fünf Bergwertungen, die erste und letzte des Tages sind als 1. Kategorie eingestuft. Die Bergankunft in Orcières-Merlette ist nicht vergleichbar mit den beiden folgenden Bergankünften in Alpe d’Huez, doch unterschätzen sollte man auch dieses Finale nicht.

Diese Etappe ist eine gute Gelegenheit für kletterstarke Ausreißer. Die erste Steigung beginnt bereits nach rund 25 Kilometern. Formiert sich dort eine stark besetzte Fluchtgruppe, könnte sich diese einen größeren Vorsprung erarbeiten und hat dann durchaus Chancen, durchzukommen. Gut möglich, dass es zwei Rennen in einem gibt – eines um den Tagessieg, das andere ums Gesamtklassement.

Auf eine Fluchtgruppe und damit verbunden die Chance, Zeit und Positionen in der Gesamtwertung gutzumachen, spekulieren vielleicht auch einige Fahrer aus den Top20 der Gesamtwertung. Lässt UAE eine größere Gruppe ziehen, könnte diese einige Minuten herausholen. Nachsetzen wird man vielleicht nur Fahrern, die Del Toro oder Pogacar gefährlich werden können. Doch bei der Tour zählt auch jede Position in den Top15, um die man sich verbessern kann. Auch wegen der UCI-Punkte, die es zu holen gibt.


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Die Strecke der 18. Etappe

Die Karte der 18. Etappe der Tour de France 2026
(Foto: ©GEOATLAS, ©ASO)

Die ersten Kilometer sind flach, dann geht es nach rund 25 Kilometern das erste Mal richtig bergauf. Zur Côte d’Engins geht es mehr als 11 Kilometer bergan, mit rund fünfeinhalb Prozent im Schnitt. Kein Monsterberg, aber doch ein anspruchsvoller Anstieg. Anschließend geht es in eine längere Abfahrt und dann wellig weiter. Bis zur Schlusssteigung gibt es nur wenige Wellen, doch die Steigung zum Ziel hat es dann in sich.

Immerhin 7,1 Kilometer geht es hinauf, mit 6,7% im Schnitt. In mehreren Kehren windet sich die Straße hinauf, unten noch moderat steil, oben dann stets um 7%.

Bergauf bläst den Fahrern der Wind entgegen, doch sie sind an vielen Stellen windgeschützt. Dennoch kann das eine Rolle spielen, einen Angriff erschweren.

Es geht hinauf bis auf 1825 müNN – nicht extrem hoch, aber die Mischung aus Belastung über zweieinhalb Wochen, die Steigung und die Höhen können selbst unterhalb von 2000m eine Rolle spielen.

Bergwertungen:
1. Kat | km 36.7 – Côte d’Engins – 11.4km at 5.4%
2. Kat | km 92.2 – Côte de Monteynard – 9.7km at 5%
3. Kat | km 112.8 – Côte des Terrasses – 3.4km at 6.6%
3. Kat | km 166.2 Côte de Saint-Léger-les-Mélèzes – 2.5km at 6.9%
1. Kat | km 185.2 – Orcières-Merlette – 7.1km at 6.7%

Sprintwertung:
KM 129 • CORPS

Die Favoriten

Kletterstarke Fahrer, die als Ausreißer den Tagessieg einfahren können, gibt es einige im Peloton. Richard Carapaz beispielsweise, auch Thymen Arensman oder Tobias Johannessen wären Kandidaten. Auch Tom Pidcock könnte man wieder offensiv sehen. Eine superstarke Tour fährt bislang auch Quinn Simmons. Der US-Amerikaner muss sich auf dieser Etappe sicher nicht in den Dienst von Mads Pedersen stellen, könnte selbst versuchen, die Chance zu nutzen. Im Finale wird es im direkten Duell gegen Fahrer wie Carapaz sicher schwer, aber er könnte durchaus versuchen, vor der letzten Steigung wegzufahren.

Kommt es am Ende zwischen den Klassementfahrern zum Kampf um den Tagessieg sind Tadej Pogacar und Remco Evenepoel die Favoriten.

***** –
**** Carapaz, Pidcock
*** Paret-Peitre, Pogacar, Simmons, Castrillo,
** Evenepoel, Johannessen, Seixas, Arensman, Gee-West
* Piganzoli, Jorgenson, Martinez, Bernal, Rubio, Van Gils

Start: 12:35 Uhr
Ziel: ~17:20 Uhr