Richard Carapaz (Foto: ©CorVos)

Richard Carapaz (EF Education – EasyPost) hat die 20. Etappe der Tour de France 2026 gewonnen. Der 33-Jährige gehörte zur Ausreißergruppe des Tages und siegte als Solist. Rang zwei ging an Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe), der sich kurz vor dem Ziel aus der Gruppe um das Gelbe Trikot gelöst hatte. Dritter wurde Sepp Kuss (Team Visma | Lease a Bike), der ebenfalls zur Fluchtgruppe des Tages gehörte und an der letzten Bergwertung noch allein an der Spitze lag. Doch der US-Amerikaner stürzte in der letzten Abfahrt mehrfach und verlor so die Führung an Carapaz. Kurz vor dem Ziel sprintete dann noch Evenepoel vorbei.

Das Gelbe Trikot bleibt auf den Schultern von Tadej Pogačar (UAE Team Emirates – XRG). Der Slowene steht vor seinem fünften Gesamtsieg der Tour de France, geht mit einem Polster von 6:26 Min. auf den Gesamtzweiten Evenepoel in die Schlussetappe in Paris. Gesamtdritter ist Pogacars Teamkollege Isaac del Toro.


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Die 20. Etappe: Von Le Bourg d’Oisans nach Alpe d’Huez. Über 170 Kilometer und 5400 Höhenmeter. Die Königsetappe.

Profil der 20. Etappe der Tour de France 2026
(Foto: © ASO)

Was sonst so passierte:

Nach dem Start löste sich eine kleine Gruppe mit Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost), Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility), Baptiste Veistroffer (Lotto Intermarché), Xabier Mikel Azparren (Pinarello Q36.5), Joris Delbove (Total Energies) und Warren Barguil (Picnic PostNL). Sie gingen mit etwas Vorsprung in die Steigung zum Croix de Fer.

Im Feld wurde bergauf weiter angegriffen, so waren die Ausreißer schnell eingeholt. Es löste sich eine Gruppe mit starken Kletterern.

Die Gruppe:
Visma-Lease a Bike: Armirail, Jorgenson, Kuss, Piganzoli
Red Bull-Bora-Hansgrohe: Hindley
Lidl-Trek: Ayuso
EF Education-EasyPost: Carapaz, Healy
Decathlon CMA CGM: Riccitello
Netcompany Ineos: Arensman, Foss
Soudal Quick-Step: Paret-Peintre
Uno-X Mobility: T. Johannessen
Groupama-FDJ United: Braz Afonso

Dahinter kontrollierte UAE das Geschehen. Eine Gruppe um Mads Pedersen schloss wieder zum Feld um Pogacar auf. Pedersen selbst machte sich dann auf den Weg nach vorn, löste sich aus der Gruppe um das Gelbe Trikot. An der Spitze griff Carapaz weit vor der Bergwertung an und holte sich am Gipfel die 20 Zähler. Paret-Paintre wurde Zweiter und holte dann in der Abfahrt Carapaz wieder ein.

Pedersen schaffte den Sprung nach vorn, holte sich beim Zwischensprint die 25 Punkte. Die Spitze fuhr mit rund dreieinhalb Minuten Vorsprung in den Col du Télégraphe. Die Lücke zum Feld wurde immer größer, dann setzte sich Bahrain-Victorious an die Spitze des Feldes und machte das Tempo.

Carapaz holte sich am Télégraphe die 10 Bergpunkte, baute seine Führung in der Sonderwertung komfortabel aus. Denn Paret-Paintre war zurückgefallen und holte keine Zähler. 65 Kilometer vor dem Ende kam der Angriff von Carapaz. Doch Kuss, Hindley und Riccitello konnten wieder aufschließen. Ayuso fiel zunächst zurück, konnte aber bis zum Gipfel fast wieder aufschließen.

Am Gipfel holte sich Carapaz die 20 Punkte, erreichte gemeinsam mit Kuss, Hindley und Riccitello den Gipfel. Ayuso folgte nur wenige Sekunden dahinter. In der Gruppe der Favoriten lösten sich kurz vor dem Gipfel Pogacar, Evenepoel, Del Toro, Seixas und Martinez. Sie lagen am Gipfel fast fünf Minuten hinter der Spitze. In der Abfahrt schlossen Skjelmose, Van Gils und Prodhomme zur Pogacar-Gruppe auf. Auch Johannessen und Arensman konnten wieder aufschließen.

Als es in den Anstieg zum Sarenne ging, lag die Spitze noch etwas mehr als drei Minuten vor der Pogacar-Gruppe. An der Spitze löste sich Kuss von seinen Begleitern. Carapaz und Hindley konnten aber nochmals aufschließen. Doch Kuss löste sich erneut. In der Favoritengruppe machte erst das Team von Paul Seixas das Tempo, doch dann drückte Del Toro aufs Tempo und Seixas fiel zurück. Pogacar, Evenepoel, Del Toro und Martinez bildeten die Gruppe der Favoriten am Gipfel.

Kuss ging an der Spitze allein als Erster in die Abfahrt, Carapaz nur wenige Sekunden dahinter. Kuss behauptete sich vorn, stürzte aber rund sieben Kilometer vor dem Ziel und büßte so einige Sekunden Vorsprung ein. Wenig später verpasste er noch eine Kurve und kollidierte mit der Begrenzungsmauer. Carapaz zog vorbei und ging allein an der Spitze auf die letzten Kilometer zum Ziel. Er holte sich den Tagessieg. Kuss wurde noch von Evenepoel kurz vor dem Ziel überholt. Pogacar blieb an der Seite von Del Toro.