Markel Beloki gewinnt Tour de l’Ain 2026

Markel Beloki (EF Education – EasyPost) hat die Tour de l’Ain 2026 gewonnen. Der 21-Jährige holte sich souverän den Gesamtsieg beim dreitägigen Etappenrennen (Kat. 2.1) eingefahren. Gesamtzweiter wurde Axel Mariault (CIC Pro Cycling Academy). Rang drei ging an Jamie Meehan (Cofidis).

Für Belokis Team EF Education-EasyPost war es ein sehr erfolgreiches Rennen. Die flache Auftaktetappe gewann der 22-jährige Noah Hobbs. Die Königsetappe am zweiten Tag gewann Beloki und verschaffte sich ein Polster in der Gesamtwertung. Am Schlusstag kontrollierte Beloki gemeinsam mit seinen Teamkollegen souverän das Rennen und musste sich im Schlusssprint um den Tagessieg knapp Axel Mariault geschlagen geben. Zwei Etappensiege, Gesamtsieg, Nachwuchswertung und Punktewertung gehen so an das Team von Beloki.


Die Erkenntnisse der Tour de l’Ain 2026:

  • Erster Profisieg für Markel Beloki & souveräner Gesamtsieg. Der Spanier ist eines der ganz großen Talente! Er hat Ende 2025 die Vuelta bestritten, im Frühjahr nun den Giro. Bei der Tour de l’Ain war er der stärkste Fahrer im Rennen, neutralisierte souverän alle Angriffe und holte sich absolut verdient den Gesamtsieg. Ganz sicher hat der 21-Jährige einen Entwicklungsschritt vollzogen und man darf gespannt sein, wie er sich bei den nächsten Rennen schlägt. Bei der Burgos-Rundfahrt wird er auf ein anderes Starterfeld treffen – doch auch dort kann er vielleicht eine Rolle spielen. Der Sieg bei der Tour de l’Ain wird ihm Selbstvertrauen geben!
  • Henrique Bravo – angriffslustig! Der 20-jährige Brasilianer Henrique Bravo ist in diesem Jahr vor allem U23-Rennen gefahren, holte bei der Ruanda-Rundfahrt den ersten Profisieg. Selbst bei den großen U23-Rennen fuhr er saustark und durchaus erfolgreich! Podium beim U23-Giro, Giro della Valle d’Aosta gewonnen! Das Klettertalent zeigte sich bei der Tour de l’Ain offensiv, furchtlos und stark. Gegen Beloki war er ohne Chance, aber mit seiner offensiven Fahrweise begeistert er immer wieder. Ein großes Talent!
  • Noch ein Talent im QuickStep-Trikot machte auf sich aufmerksam! Der Mexikaner Jose Said Cisneros. Im vergangenen Jahr nationaler Junioren-Meister und mit einem soliden Auftritt bei der WM, fährt er nun auch bei den Profis solide mit! Gerade 19 Jahre alt, aber bergauf richtig stark und auch tempofest. Viel zu früh um die Entwicklung vorherzusehen, aber es ist nicht verwunderlich, dass er bei einigen Mannschaften auf dem Beobachtungszettel ist.
  • Jamie Meehan – irisches Klettertalent im Cofidis-Trikot! Der 22-Jährige hat bereits im vergangenen Jahr einige gute Rennen geliefert! Sein Cofidis-Team hat ihn bis 2028 gebunden. Eine kluge Entscheidung, denn Meehan zeigt in diesem Jahr deutlich konstanter Leistung, gilt als vielversprechendes Talent. Klettern kann der Ire, explosiv ist er auch und Radbeherrschung bringt er auch mit. Ob er eher ein Mann für Eintagesrennen oder doch für Etappenrennen wird, wird sich zeigen.
  • Wenig UCI-Punkte für Rockets & Picnic. Die beiden Teams Unibet Rose Rockets und Picnic PostNL haben durchaus starke Fahrer zum Rennen geschickt. In der Gesamtwertung gab es auch einige Punkte zu holen. Doch weder Chris Hamilton für Picnic, noch Wout Poels für die Rockets konnten in der Gesamtwertung ganz weit vorn landen. Anders als Cofidis – die mit Gesamtrang drei 70 UCI-Zähler einsacken. Hätte man vor dem Rennen vielleicht anders erwarten können.
  • Solides Rennen von Louis Leidert. Auf Rang 18 beendet der Deutsche Louis Leidert vom Lidl-Nachwuchsteam das Etappenrennen. Im Feld von starken Kletterern bei einem sehr anspruchsvollen Parcours ein achtbares Resultat für den Puncheur.