Remco Evenepoel (Foto: ©CorVos)

Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) hat die 45. Auflage des baskischen Klassikers Donostia San Sebastian Klasikoa gewonnen. Der Belgier setzte sich im Zweiersprint gegen Richard Carapaz (EF Education – EasyPost) durch und holte seinen vierten Sieg bei der Clasica San Sebastian. Er ist damit alleiniger Rekordsieger. Den Sprint des Verfolgerfeldes um Rang drei gewann Ben Tulett (Team Visma | Lease a Bike).


Das Rennen: 221 anspruchsvolle Kilometer – Start und Ziel in San Sebastián.

Clásica San Sebastián Profil 2026

Was sonst so passierte:

Acht Fahrer bildeten die Ausreißergruppe des Tages: Tim Rex (Team Visma | Lease a Bike), Iñigo Elosegui (Equipo Kern Pharma), Ådne Holter (Uno-X Mobility), Valentin Ferron (Cofidis), Lorenzo Quartucci (Burgos Burpellet BH), Nicolás Alustiza (Euskaltel – Euskadi), Nickolas Zukowsky (Pinarello Q36.5) und Joan Bou (Caja Rural – Seguros RGA). Zwischenzeitlich fuhr die Spitze mehr als drei Minuten voraus, das Feld kontrollierte den Abstand.

Im Jaizkibel fiel die Spitze auseinander, Rex löste sich allein. Am Fuße griffen Michael Leonard, Sean Quinn und Bart Lemmen an. Im Feld machte zunächst Red Bull das Tempo. Dann kam der Angriff von Jay Vine, Van Gils ging mit. Sie holten schnell die Ausreißer nach und nach ein. Auch Spitzenreiter Rex war noch vor dem Gipfel des Jaizkibel eingeholt. Eine Gruppe mit Vine, Van Gils, Quinn, Lemmen, Rex und Quartucci ging an der Spitze in die Abfahrt.

Remco Evenepoel wechselte nach der Abfahrt das Rad, schaffte es vor dem nächsten Anstieg nicht wieder zurück ins Feld. Die Ausreißer wurden im Aufstieg zum Erlaitz eingeholt. Es lösten sich Louis Barré und Paul Double. Ciccone schloss mit einer kleinen Gruppe kurz vor dem Gipfel die Lücke zum Spitzenduo.

Es ging eine kleine Spitzengruppe um Titelverteidiger Ciccone in die Abfahrt. Barré, Double, Mas, Carapaz, Ciccone, Jorgenson, Van Gils, Gall und Bisiaux lagen vorn, die Gruppe um Evenepoel rund 20 Sekunden dahinter. In der Abfahrt schlossen sich die Gruppen wieder zu einem kleinen Feld zusammen.

In der letzten Steigung des Tages kam dann der erwartete Angriff von Remco Evenepoel. Nur Richard Carapaz konnte folgen. Am Gipfel hatten sie einige Sekunden Vorsprung auf Ciccone, der sie in der Abfahrt vor sich sah. Der Italiener konnte die Lücke nicht schließen, Barré schloss zu ihm auf. Auch Rondel und Tulett schlossen noch zum Verfolgerduo auf, dann noch weitere Fahrer und so ging eine größere Gruppe hinter den beiden Spitzenreitern auf die Zielgerade.

An der Spitze setzte sich Evenepoel im Sprint souverän durch. Den Sprint um Rang drei gewann Scaroni.