Zurück
Nächste

Emotionales Tagespodium

Josh Tarling
(Foto: ©CorVos)

Es ist nahezu unvorstellbar, durch welche Gefühlswelt der erst 22-jährige Brite Joshua Tarling in der letzten Woche ging. Schon, dass er eine Woche nach dem Unfalltod seines jüngeren Bruders Finlay überhaupt bei der Vuelta an den Start geht, ist eine beeindruckende, aber auch wohl sehr fordernde psychische Leistung. In seiner Lieblingsdisziplin, dem Zeitfahren, zeigte er auf einem Parcours, wo der tempostarke Fahrer nicht unbedingt seine großen Stärken ausspielen konnte, eine absolute Topleistung und wurde vier Sekunden hinter Tadej Pogacar (UAE Emirates XRG) Tagesdritter.

“Es ist großartig ihn überhaupt hier zu haben, nachdem was passiert ist“, erklärte Geraint Thomas. Der Toursieger von 2017 fungiert bei der Vuelta als Sportdirektor im Team von Netcompany Ineos und rückte die sportliche Leistung hinter die Geschehnisse, die Tarling, aber auch dessen Familie schwer trafen.

“Wir versuchen alles so normal wie möglich zu gestalten um ihn, stehen alle hinter ihm. Es ist nicht nachzuvollziehen, was er in der letzten Woche alles erlebt und verarbeiten musste“, führte Thomas weiter aus. Es schien in Monaco generell, als würden die britischen Radprofis den Auftakt der Vuelta allein gestalten, auch sicher als Ehrbezeugung für den vor einer Woche so tragisch verstorbenen Finlay Tarling. Denn hinter dem Sieger Tadej Pogacar landeten mit Ethan Hayter (Soudal – Quick Step), Joshua Tarling und dem noch jüngeren Callum Thornley (Red Bull Bora – hansgrohe) drei Profis von der Britischen Insel.

Zurück
Nächste