Profil der 2. Etappe der La Vuelta 2026 (Foto: ©unipublic/LaVuelta)

Die 2. Etappe der Vuelta 2026 ist 214 Kilometer lang und führt von Monaco ins französische Manosque. Eine wellige Etappe mit rund 2700 Höhenmetern, die den Sprintern und Puncheuren eine gute Chance bietet. Nach dem Sieg im Zeitfahren am Samstag geht Tadej Pogacar im Leadertrikot ins Rennen. Er wird sicher keine besonderen Ambitionen hegen, das Trikot mit aller Macht zu verteidigen. Sein Blick geht vielleicht schon voraus auf den Montag, denn da steht dann die erste Bergankunft an.

Wout van Aert liegt mit nur 9 Sekunden Rückstand in Schlagdistanz, könnte sich mit den 10 Bonussekunden im Ziel das rote Trikot schnappen. Zudem gibt es beim Bonussprint 6,4 bzw. 2 Sekunden zu holen. Mads Pedersen hat 16 Sekunden Rückstand auf Rot – für ihn ist es schon eine schwierige Aufgabe. Der Etappensieg genießt bei vielen Fahrern und Teams allerdings sicher oberste Priorität – auch für Pedersen und sein Lidl-Team.

Im Finale geht es den letzten Kilometer mit rund 4% bergan. Hier ist neben Timing und Explosivität durchaus Stehvermögen und Kletterstärke gefragt. Es sind die bergfesten Fahrer unter den Sprintern, die hier zu den Favoriten zählen.

Auch der Kampf um die Gruppe und die Bergwertungen könnte hart umkämpft sein, denn es winkt zumindest für einen Tag das Bergtrikot der Vuelta.


Anzeige

Die Strecke

Karte der 2. Etappe der Vuelta 2026
Foto: ©unipublic/LaVuelta

Die ersten Kilometer nach dem Start in Monaco sind flach, dann geht es weg von der Küste und dann auch bergauf. Die erste Steigung ist lang, aber kein Monsterberg. Dennoch der erste ordentliche Anstieg des Rennens.

Es bleibt anschließend wellig, aber geht in Richtung Ziel ohne längere Steigungen weiter gen Westen. Der Bonussprint wird rund 36 Kilometer vor dem Ende abgenommen, anschließend geht es unkategorisiert bergauf, dann wieder hinab zum Zielort.

In Manosque geht es die letzten fünf Kilometer stetig bergan, setzt nur selten ab. Es gibt einige Kurven, ehe es auf die lange Zielgerade geht. Diese steigt mit rund vier Prozent an – sodass es besonders wichtig sein wird, den Sprint nicht zu früh zu eröffnen.

Finale der 2. Etappe der La Vuelta 2026
(Foto: ©unipublic/LaVuelta)

Bergwertungen:
Kat 3) ALTO CHÂTEAUNEUF- GRASSE | Km 32,2. Desnivel 374 m. | 12,8 km – 2,9%
Kat 3) COL DE SAINT ANDRIEU | Km 92,4 | 4,7 km – 4,8%

Sprintwertung:
GRÉOUX-LES-BAINS Km 168,1

Die Favoriten

Es sind die bergfesten Sprinter, die hier in der Favoritenrolle sind. Wout van Aert, Mads Pedersen, Matthews Brennan – Fahrer dieser Kategorie darf man vorn erwarten. Im Visma-Team muss man sich überlegen, ob man die Chance mit Brennan auf den Tagessieg sucht, oder auf Van Aert setzt – dieser könnte auch das Rote Trikot erobern.

Die echten Top-Sprinter für flaches Terrain machen meist ohnehin einen Bogen um die Spanien-Rundfahrt, das ist auch in diesem Jahr der Fall. Fahrer wie Pedersen, Brennan, Kaden Groves oder auch Jordi Meeus sind durchaus bergfest und auf diesem Terrain ganz weit vorn zu erwarten. Beim ersten echten Renntag sind alle Fahrer frisch, voller Motivation – da könnte es hektisch werden und vielleicht auch eine Überraschung geben.

***** Pedersen
**** Brennan, Van Aert
*** Turner, Groves, Pogacar
** Cort Tronchon, Govekar, Aular
* Meeus, Laporte, Busatto

Start: 12:42 Uhr
Ziel: ~ 17:30 Uhr