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Plan B bringt Visma zumindest noch den Etappensieg

Matthew Brennan
(Foto: ©CorVos)

Zunächst der Angriff auf die Gesamtwertung und falls dieser misslang, gab es bei Visma – Lease a Bike dann auch noch den Plan B für den Tagessieg. Damit startete die niederländische Equipe mit einem großen Rucksack voller Aufgaben in den zweiten Tag der diesjährigen Vuelta und mit dem Tagessieg von Matthew Brennan konnte die Teamführung zumindest einen der beiden Wünsche abhaken.

1,9 Kilometer vor dem Ziel griff Van Aert an, nachdem seine Teamkollegen den Ausreißern den ganzen Tag nur wenig Vorsprung gönnten und sie auch früh zurückholten. Schon vor dem Zeitfahren hatte der Belgier auf einen Rückstand von weniger als zehn Sekunden gehofft, um im Falle eines Etappensieges sich wie vor zwei Jahren wieder im Führungstrikot zu präsentieren. Doch so einfach wollte Tadej Pogacar (UAE Emirates XRG) dieses nicht hergeben und sprintete an das Hinterrad von Van Aert.

Dieser stellte dann seine Bemühungen ein, wusste er, falls er mit Pogacar zur Ziellinie kommen würde, könnte er lediglich vier Bonussekunden gutmachen, denn auch der Slowene würde als Zweiter anschreiben. Erst dadurch öffnete sich die Möglichkeiten für den Plan B. “Wir hatten das schon so abgesprochen, auch wo ich attackieren würde. Genau dort bin ich auch losgefahren, aber Tadej war an mir dran. Ich sah dann Matthew gut positioniert und bekam es auch aus dem Funk angesagt“, erinnerte sich Van Aert an das Geschehen am letzten Kilometer. Der Belgier spannte sich für seinen Teamkollegen ein und ebnete ihm den Weg zum ersten GrandTour-Erfolg.

“Die einzige Überraschung daran ist sein relativ junges Alter. Ansonsten weiß jeder, wie super stark er ist und das hat er bewiesen“, meinte Van Aert angesprochen auf den Erfolg seines Teamkollegen. Dieser hoffte, dass es nicht der letzte GrandTour-Sieg sei, aber angesichts seiner bisherigen Erfolge ist mit dem 21-Jährigen aus Darlington noch oft zu rechnen. “Es war eine gute Möglichkeit für uns, heute es mit Wout zu probieren oder mit mir zu sprinten. Ich habe immer daran geglaubt“, grinste er im ersten Interview.

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