Die 6. Etappe der Vuelta 2026 führt von Alcossebre nach Castelló. 176 Kilometer mit rund 3000 Höhenmetern. Ein durchaus anspruchsvolles Teilstück mit vier Anstiegen. Die größte Herausforderung wartet im Finale – dann geht es zum Puerto el Bartolo, ein Anstieg der 1. Kategorie. Nach dem Anstieg sind es noch etwas mehr als 20 Kilometer zum Ziel. Eine schnelle und anspruchsvolle Abfahrt, dann ein Neun-Kilometer-Flachstück zum Ziel.

Gut möglich, dass es zwei Rennen in einem zu sehen gibt – eines aus der Spitzengruppe um den Tagessieg, das andere im Kampf um das Podium der Vuelta im Hauptfeld. Die Klassementfahrer wissen, dass bereits am Freitag die nächste Bergankunft ansteht und sie voll gefordert werden. Doch zurückhalten ist im Finale dieser sechsten Etappe mit dem giftigen Schotter-Anstieg Puerto el Bartolo schwer möglich. Pogacar dominiert, doch der Kampf um das Podium ist offen! Gut möglich, dass ein Fahrer hier die Chance sieht, etwas Zeit rauszuholen.

Es stellt sich zudem die Frage, ob UAE eventuell sogar eine Gruppe so weit weglassen würde, dass Pogacar das Rote Trikot abgeben kann und sich damit die täglichen Pflichten des Gesamtführenden erspart. Nicht undenkbar, aber da müsste sich eine Gruppe schon sehr weit absetzen. Bei einigen Mannschaften wird man sich für dieses Szenario rüsten und versuchen, mit einem starken Fahrer dabei zu sein, wenn sich eine größere Gruppe löst. Es wird sich im Rennen schnell zeigen, mit welchen Interessen die Teams ins Rennen gehen.


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Die Strecke

Karte der 6. Etappe der Vuelta 2026
Foto: ©unipublic/LaVuelta

Nach dem Start an der Küste geht es ins Landesinnere. Zunächst wellig, dann nach rund 30 Kilometern beginnt der erste lange Anstieg. Es geht zunächst auch nach der Bergwertung anspruchsvoll weiter, ehe nach rund 80 Rennkilometern ein längerer flacher Abschnitt mit einer Abfahrt ansteht.

Auf dem Weg zum Finale gilt es zunächst, den Alto del Desierto de las Palmas zu meistern, danach geht es dann zur letzten Steigung des Tages, die es in sich hat!

Zum Gipfel des Puerto el Bartolo geht es rund neuneinhalb Kilometer mit mehr als 7% im Schnitt bergan. Zwischendrin gibt es einen Abschnitt von mehr als eineinhalb Kilometern mit mehr als elfeinhalb Prozent Steigung – auf Schotter! Ein Biest, dieser Anstieg!

Anschließend geht es steil und schnell bergab, dann die letzten rund 10 Kilometer flach zum Ziel.

Finale der 6. Etappe der Vuelta 2026
Foto: ©unipublic/LaVuelta

Bergwertungen:
Kat 2 PUERTO DE LA SERRATELLA | Km 44.6 | 14 km, 3,8 %
Kat 3 COLL DE LA BANDERETA | km 66,1 | 4,6 km, 6,7 %
Kat 2 ALTO DEL DESIERTO DE LAS PALMAS | Km 128,5 | 7,6 km, 4,9 %
Kat 1 PUERTO EL BARTOLO | Km 156,8 | 9,4 km, 7,1 % | BONUS

Sprintwertung:
km 120,2

Die Favoriten

Für einen Ausreißversuch kommt inzwischen das halbe Feld in Frage. Die Abstände in der Gesamtwertung sind recht groß, Jakob Omrzel hat als Gesamtzwanzigster bereits mehr als 9 Minuten Rückstand auf das Rote Trikot. Diese 6. Etappe wirkt wie die perfekte Chance für kletterstarke Ausreißer, die in der Gesamtwertung keine große Gefahr für Pogacar darstellen. Überhaupt ist der Kreis der Fahrer, denen Pogacar sicher ungern einige Minuten Vorsprung geben würde, sehr klein.

Wer sich aus der Fluchtgruppe heraus den Tagessieg sichern möchte, muss sehr bergfest sein! Die letzte Steigung ist ein Biest! Fahrer wie Ben Tulett, Finlay Pickering oder Jørgen Nordhagen darf man auf die Kandidatenliste setzen. Ebenso Eddie Dunbar, Cristián Rodríguez und Tobias Halland Johannessen. UAE wird sich das genau anschauen – und vielleicht auch einen Fahrer mitschicken, der dann um den Tagessieg fährt.

Dauert der Kampf um die Gruppe sehr, sehr lange, könnte auch das Feld das Tempo anziehen und dann wird es ein Kampf der Klassementfahrer um den Tagessieg. Der Favorit bei diesem Szenario ist allen klar.

***** –
**** Tulett, Pogacar,
*** Cristián Rodríguez, Vine, Johannessen
** Dunbar, Tejada, Debruyne, Bisiaux
* Fisher-Black, Van Aert, Leknessund, Bilbao, Double, Fortunato

Start: 13 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr