
Die 7. Etappe der Vuelta 2026 führt von Vall d’Alba nach Aramón Valdelinares. Rund 150 Kilometer lang, mit satten 3700 Höhenmetern. Ein anspruchsvolles Teilstück, das schwerer ist, als es der erste Blick auf das Etappenprofil vermittelt. Allein die letzten rund 50 Kilometer bis zum Ziel haben fast 1800 Höhenmeter.
Die ersten zwei Drittel der Etappe sind nicht superschwer, so könnten sich starke Ausreißer einen soliden Vorsprung verschaffen und dann vielleicht sogar den Sieg unter sich ausmachen. Oder will Tadej Pogacar schon wieder sein Team einspannen und den vierten Tagessieg? Je länger es dauert, ehe die Gruppe des Tages steht, desto weniger Zeit bleibt den Ausreißern, sich einen Vorsprung zu erarbeiten. Und umso kürzer wird der Weg, den Pogacars Team Tempo machen muss, um die Gruppe an der kurzen Leine zu halten. Die Etappe am Samstag ist nicht superschwer, dafür wartet am Sonntag ein sehr schweres Teilstück.
Es könnte also durchaus sein, dass diese siebte Etappe zum ersten Ausreißertag wird. Im Feld der Favoriten würde es am Schlussanstieg aber wohl dennoch zur Sache gehen, auch wenn der Tagessieg zwischen Ausreißern ausgefahren wird.
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Die Strecke

Foto: ©unipublic/LaVuelta
Nach dem Start geht es zickzack gen Westen. Zunächst ist das Terrain wellig, die erste Bergwertung steht dann nach rund 50 Kilometern an. Anschließend bleibt es ein Auf & Ab, mit wenigen flachen Abschnitten.
Das Finale hat es in sich! Zwei Anstiege nacheinander, nur von einer drei Kilometer langen Abfahrt getrennt. Bevor es den letzten Kilometer flach wird, sind auf rund 20 Kilometern etwa 1000 Höhenmeter zu bewältigen.

Die letzte Steigung hat es durchaus in sich! Unten noch moderat steil, dann aber auch mit steileren Abschnitten. Ein unrhythmischer Anstieg, der erst auf den letzten Kilometern wieder flacher wird.
Kein Monsterberg, wie andere Anstiege dieser Vuelta, aber dennoch nicht zu unterschätzen – vor allem dann, wenn zuvor hart gefahren wird.

(Foto: ©unipublic/LaVuelta)
Bergwertungen:
Kat 2 PUERTO EL REMOLCADOR | Km 52,2 | 12,4 km, 4,3 %
Kat 3 ALTO DE ZUCAINA | Km 66,5 | 5,5 km, 5 %
Kat 3 PUERTO DE FUENTE DE RUBIELOS | km 104,9 | 5,9 km, 6,3%
Kat 2 PUERTO DE SAN RAFAEL | Km 136,3 | 11,1 km, 4,3 %
Kat 1 ARAMÓN VALDELINARES | km 149,8 | 9,8 km, 5,9%
Sprintwertung:
km 123,3
Die Favoriten
Kommt eine Gruppe durch, oder gewinnt Tadej Pogacar – so könnte man die Frage des Tages wohl formulieren. Die Chancen für Ausreißer stehen ziemlich gut! Pogacar hat bereits drei Tagessiege und reichlich Vorsprung in der Gesamtwertung, er kann fast das gesamte Feld gedankenlos ziehen lassen. Steht schnell eine Gruppe, würde UAE sich wohl auf moderate Nachführarbeit beschränken. Dauert es aber lange, ehe eine Gruppe geht, würde UAE eventuell vielleicht doch das Tempo bis ins Finale machen – zu verschenken hat man schließlich nichts. Denn am Samstag werden wohl andere Teams kontrollieren und ihre Chance sehen – beispielsweise Visma.
Für eine Gruppe des Tages an diesem Freitag kommen viele Fahrer in Frage. Starke Kletterer mit reichlich Rückstand in der Gesamtwertung gibt es viele! Vielleicht lässt auch UAE mal einen Helfer fahren, der sich den Tagessieg holen könnte. Auch das ist denkbar. Machen am Ende die GC-Fahrer den Sieg unter sich aus, muss man auch Pogacar wieder als Favoriten nennen.
***** –
**** Widar, Tulett Dunbar, Vine, Pogacar
*** Mas, Buitrago, Carapaz, Nordhagen, Johannessen, Bisiaux
** Gall, Fortunato, Double, Onley, Roglic, Guillaume Martin, Pickering
* Double, Cristián Rodríguez, Garofoli, Zana, Tuckwell
Start: 13:40 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr


