
Die 9. Etappe der Vuelta 2026 führt von La Vila Joiosa/Villajoyosa zum Alto de Aitana. 187,4 Kilometer mit rund 5100 Höhenmetern! Eine heftige Etappe, nach einer langen ersten Vuelta-Woche. Am Montag steht der erste Ruhetag dieser Vuelta an, doch bevor es in die Pause geht, müssen die Fahrer ans Limit.
Es ist eine der schwersten Etappen der gesamten Vuelta und sie könnte im Kampf ums Podium von großer Bedeutung sein. Acht schwere Tage stecken in den Knochen der Fahrer, dann dieses Brett von Etappe mit einem schweren Finale! Hier können auch kleine Leistungsunterschiede für große Abstände sorgen. Die Schlusssteigung ist lang, im unteren Teil noch moderat steil. Die letzten sechs Kilometer haben dann aber 8% im Schnitt. Nicht der schlimmste Anstieg dieser Vuelta, aber am Ende einer schweren Etappe ganz sicher ausreichend hart, um für deutliche Abstände zu sorgen.
Nach dem Ausscheiden von Tadej Pogacar ist der Kampf um den Gesamtsieg offen. Enric Mas ist zwar der neue Leader der Rundfahrt, doch sein Vorsprung ist klein. Ohne Pogacar fehlt der Dominator des Rennens. Er und sein Team hatten das Rennen bestimmt und kontrolliert. Nun aber ist es offen wie selten zuvor. Man darf gespannt sein, wer dieser 9. Etappe seinen Stempel aufdrücken kann – auch im Kampf um den Gesamtsieg ein bedeutungsvolles Teilstück!
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Die Strecke

Foto: ©unipublic/LaVuelta
Nach dem Start geht es gen Norden, direkt bergauf. Ein paar flache Kilometer, dann zur ersten Bergwertung des Tages. Eine Abfahrt folgt, dann geht es flach zum zweiten Anstieg. Dieser hat es in sich! Anschließend geht es für den Rest des Tages nur noch hoch oder runter.

Dieser zweite Berg des Tages ist ein echter Beinbrecher! Nur rund fünfeinhalb Kilometer lang, aber Passagen von mehr als 20% Steigung. Ein fieses Ding!
Anschließend geht es nicht bergab, sondern flach zur nächsten Steigung.
Es bleibt ein Auf & Ab bis zum letzten Anstieg des Tages. Dieser ist lang, und vor allem im zweiten Teil durchaus happig.

Es ist eine sehr lange Steigung – 22 Kilometer geht es hoch. Die ersten acht Kilometer noch moderat, dann wird es anspruchsvoller. Hier werden die Leistungsunterschiede sicher deutlich!
Bergwertungen:
Kat 2 PUERTO DE TÁRBENA | Km 36,7 | 7,2 km 5,4 %
Kat 1 PUERTO DE EL MISERAT | Km 73,9 | 5,2 km 10 %
Kat 3 PUERTO DE TOLL | Km 90,7 | 4,1 km 5,8%
Kat 2 PUERTO DE TUDO | Km 121,8 | 7 km, 5,3 %
Kat 2 PUERTO DE BENIFALLIM |Km 139,9 | 4,8 km, 5,8 % | BONUS
Kat 1 ALTO DE AITANA | Km 187,4 | 22 km, 5,8 %
Sprintwertung:
km 134,6
Die Favoriten
Ohne Pogacar ist die Favoritenrolle weniger klar. Der zweitstärkste Mann bergauf – gerade bei sehr langen Anstiegen und schweren Etappen – war bislang Felix Gall. Ihm liegt das Terrain, er hat starke Helfer und könnte hier zum Großangriff auf Rot blasen. Mas, Roglic und Onley sollte man allerdings auch nicht unterschätzen.
Gut möglich, dass sich ein Ausreißer den Tagessieg holt. Die starken Kletterer des UAE-Teams haben nun freie Fahrt – Fahrer wie Jay Vine können auf diesem Terrain jederzeit um den Tagessieg kämpfen. Das wellige Terrain zu Beginn bietet Ausreißern die Chance einen größeren Vorsprung vor dem Finale rauszufahren. Starke Kletterer bräuchten aber wohl dennoch einen soliden Vorsprung vor der langen Schlusssteigung, wenn in der Gruppe der Favoriten erwartungsgemäß Vollgas gegeben wird.
***** Felix Gall
**** Mas, Vine
*** Onley, Roglic
** Carapaz, Kuss, Tejada
* Buitrago, Torres, Fortunato, J.Rodríguez, Johannessen
Start: 12:10 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr


