
Nach dem ersten Ruhetag geht es mit einem langen, welligen Teilstück weiter. Die 10. Etappe der Vuelta 2026 führt von Alcaraz nach Elche de la Sierra. 185 Kilometer mit rund 3000 Höhenmetern. Drei Berge der 3. Kategorie hat diese Etappe, einige weitere unkategorisierte Anstiege. Es wirkt wie die ideale Chance für Ausreißer und Rouleure auf den Tagessieg.
Nach dem Ruhetag spüren viele Fahrer wieder etwas mehr Energie, wollen voller Tatendrang ihre Chance suchen. Je mehr Fahrer bei dieser Etappe die Chance auf einen Ausreißererfolg sehen, desto intensiver kann zu Beginn des Rennens der Kampf um die Gruppe ausfallen. Je länger es dauert, desto kürzer die Distanz zum Ziel und die Gefahr, dass doch ein Sprinter-Team die Kontrolle im Feld übernimmt und konsequent nachführt.
Für die Klassementfahrer gilt es, möglichst schonend und ohne Probleme das Ziel zu erreichen. Schon am Donnerstag steht die nächste Bergankunft an.
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Die Strecke

Foto: ©unipublic/LaVuelta
Nach dem Start geht es gen Süden, anschließend westwärts. Auf den ersten 25 Kilometern geht es tendenziell bergauf. Dann folgt eine kurze, aber steile Abfahrt und es geht flach zum Fuße der ersten kategorisierten Steigung. Sollte bis dahin keine Gruppe entstanden sein, könnte diese an der ersten Bergwertung wegfahren. Es bleibt wellig, ehe nach rund 80 Rennkilometern ein längeres Flachstück beginnt.
Im letzten Drittel der Etappe könnte der Wind eine Rolle spielen. Nachdem rund 60 Kilometer vor dem Ende Hellin und der Sprint passiert sind, geht es gen Südwesten. Hier bläst der Wind von der Seite. Es gilt aufmerksam zu sein.
Das Finale ist nicht sehr kompliziert, es geht leicht bergan zum Ziel. Allerdings mit rund zweieinhalb Prozent recht moderat.

Foto: ©unipublic/LaVuelta
Bergwertungen:
Kat 3 | PUERTO DEL PERALEJO | Km 47,6 | 5,2 km, 4,3 %
Kat 3 | PUERTO DE AÝNA | Km 86,3 | 7,7 km, 4 %
Kat 3 | PUERTO DE SOCOVOS | km163,2 | 9,8 km, 3,5 %
Sprintwertung:
Km 125
Die Favoriten
Das Terrain scheint ideal für Ausreißer. Starke Rouleure gibt es einige im Vuelta-Peloton, die sich hier Hoffnungen auf den Tagessieg machen können. Man darf wohl davon ausgehen, dass es einen harten Kampf um die Gruppe geben wird. Je länger dieser dauert, desto mehr werden sich richtig starke Fahrer vorn wiederfinden. Oder dauert es so lange, dass es am Ende doch zu einem Sprint kommt? Auch das ist denkbar. Denn das Visma-Team ist durchaus stark genug, für Matthews Brennan das Rennen zu kontrollieren. Andererseits hat man mit Wout van Aert eine herausragende Option für eine Fluchtgruppe – zudem kämpft Van Aert auch ums Grüne Trikot. Man darf gespannt sein, wie das niederländische Team taktisch agiert.
Für Mads Pedersen ist dieses Terrain ebenso sehr passend. Doch es gibt reichlich weitere Fahrer, die sich hier weit vorn zeigen können. Sowohl im Sprint, als auch aus einer Gruppe.
***** –
**** Van Aert, Pedersen, Brennan
*** Cort, Kron, Turner, Küng, Vermaerke
** Laurance, Laporte, Albanese, Fisher-Black, Castrillo
* Romele, Johannessen, Braet, Aular, Miquel
Start: 12:45 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr


