Überraschung

(Foto: ©CorVos)
Er konnte es selbst kaum fassen – Bastien Tronchon holt seinen ersten Grand-Tour-Etappensieg. Im chaotischen Finale in Elche de la Sierra trat er im richtigen Moment an und holte sich den Sieg. Tronchon ist endschnell, aber kein echter Sprinter. Er war vor der Etappe nicht der Top-Favorit auf den Sieg, doch der Verlauf und das chaotische Finale spielten in seine Karten. Er suchte seine Chance, nutze sie.
„Ich weiß gar nicht, wie ich das geschafft habe! Ich habe meinen Sprint angezogen und war mir nicht sicher, ob noch Fahrer vor mir lagen oder nicht“, so Tronchon, der im Ziel von den Emotionen überwältigt wurde. „Das ist der Wahnsinn. Ich kann es kaum glauben. Die letzten Tage waren wirklich hart für mich, aber heute habe ich mich gut gefühlt. Ich habe zu Guillaume (Martin-Guyonnet) gesagt: ‚Gib Vollgas, bis du umkippst.‘ Und ich hole mir den Sieg. Es ist unglaublich. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bei der Vuelta so etwas erreichen könnte“, so Tronchon.
Ein ganz besonderer Tag für den 24-jährigen Franzosen. Der dritte Sieg in seiner Karriere, der erste auf höchstem Level. „Den ganzen Tag über habe ich mir gesagt: ‚Diese Straßen sind großartig, es ist so wunderschön, einfach herrlich.‘ Ich habe den Tag genossen. Und am Ende habe ich gewonnen!“, so der Tagessieger, der sein Glück kaum fassen kann.
Im modernen Radsport sind Überraschungen selten geworden. Bastien Tronchon ist kein Unbekannter und auf dem Terrain wieder durchaus einer der stärksten Fahrer, doch auf den Experten-Listen mit den Favoriten für den Etappensieg auf dieser 10. Etappe war sein Name wohl sehr selten zu finden. Ein verdienter Sieg, und wohl der überraschendste Sieger bislang, bei dieser Vuelta.
La batería de ataques no paró hasta la misma línea de meta, donde Tronchon dio la sorpresa con un magnífico sprint.
— La Vuelta (@lavuelta) September 1, 2026
Revive el último kilómetro gracias a @CarrefourES pic.twitter.com/5l4gDi84Tf
Anzeige



