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Visma – außer Kontrolle

Das Visma-Team hat bereits zwei Etappen mit Matthew Brennan gewonnen und mit Wout van Aert den Führenden in der Punktewertung. Die niederländische Mannschaft wollte auf der 10. Etappe nichts dem Zufall überlassen. Man kontrollierte zu Beginn, ließ nur eine kleine Gruppe weg und hielt sie an der kurzen Leine. Alles für den Sprint, so wirkte es.

Im Finale dann ging Matthew Brennan gleich mehrfach Attacken mit, rackerte an der Spitze des Feldes, nachdem die Kollegen sich aufgeopfert hatten. Alles für Wout van Aert, so schien der taktische Plan zu sein. Am Ende aber waren die Helfer verschlissen, auch Brennan kaputt. Wout van Aert war auf dem letzten Kilometer auf sich allein gestellt, kam nicht in die perfekte Position, um den Sieg zu holen.

Die Visma-Mannschaft hat viel investiert, am Ende aber nur Rang vier eingefahren. Klar, in Sachen Punktewertung macht Van Aert Zähler gut, aber sein Vorsprung ist ohnehin groß. Der Etappensieg war ganz sicher das Ziel, doch das verpasste man. Auf diesem Terrain konnte man das Rennen nicht ausreichend kontrollieren, um am Ende mit ausreichend Fahrern noch ein super Leadout zu fahren. So stark, wie Matthew Brennan auch am Dienstag auftrat, darf man die Frage stellen, ob es nicht aussichtsreicher gewesen wäre, hätte man die Rollen getauscht – Van Aert kontrolliert, Brennan sprintet. Im Nachhinein ist es immer leicht – aber man darf gespannt sein, wie das Team die 11. Etappe am Mittwoch angeht.

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