Profil der 12. Etappe der La Vuelta 2026 (Foto: ©unipublic/LaVuelta)

Nach dem Ruhetag gab es zwei Massensprints, nun sind die Bergfahrer wieder an der Reihe. Die 12. Etappe führt von Vera nach Calar Alto. Insgesamt 166,6 Kilometer, mit fast 4600 Höhenmetern. Die ersten rund 120 Kilometer sind noch moderat anspruchsvoll, auf den letzten 44 Kilometern warten mehr als 2000 Höhenmeter!

Insgesamt vier kategorisierte Anstiege, die beiden letzten der 1. Kategorie. Es ist eine schwere Etappe, mit einem heftigen Finale. Für den Kampf um den Gesamtsieg könnte es ein bedeutungsvolles Teilstück sein. Nach dem Ausscheiden von Tadej Pogacar ist der Kampf um den Vueltasieg offen. Die verbliebenen Favoriten sind auf einem sehr ähnlichen Leistungsniveau. Das Finale dieser 12. Etappe ist so schwer, dass auch weniger große Leistungsunterschiede zu größeren Abständen führen können.

Schon der vorletzte Anstieg ist ein Brett, hat bereits im unteren Teil einen Abschnitt von rund vier Kilometern mit mehr als 9 % im Schnitt. Wird schon hier das Tempo angezogen, kann das Feld ganz schnell auf ein kleines Grüppchen zusammenschmelzen und man kann der Konkurrenz direkt auf den Zahn fühlen. Auch die Schlusssteigung ist giftig – im unteren Teil ebenso giftig steil! Ideales Terrain, um einen Angriff auf Rot zu starten!

Möglicherweise versuchen einige GC-Teams, Helfer in die Fluchtgruppe zu platzieren, die später dem Kapitän helfen können. Doch lange Flachstücke zwischen den letzten beiden letzten Anstiegen gibt es nicht, nur sehr starke Kletterer könnten eine echte Hilfe sein.

Ob die Klassementfahrer den Tagessieg unter sich ausmachen, oder am Ende ein kletterstarker Ausreißer jubelt, hängt von einigen Faktoren ab. Übernimmt früh im Feld ein Team wie Decathlon die Kontrolle und schlägt schon am vorletzten Anstieg ein extremes Tempo an, bräuchten selbst kletterstarke Ausreißer einen erheblichen Vorsprung, um eine Chance zu haben, durchzukommen. Doch die erste Hälfte der Etappe ist noch moderat anspruchsvoll, hier könnten sich Ausreißer durchaus einen größeren Vorsprung erarbeiten, wenn man im Feld noch nicht mit Vollgas zu Werke geht. Man muss also abwarten, ob es zwei Rennen in einem gibt, oder ein Klassementfahrer auch den Tagessieg holt.


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Die Strecke

Karteder 12. Etappe der Vuelta 2026
Foto: ©unipublic/LaVuelta

Es geht moderat los. Zwar wartet nach wenigen Kilometern die erste Steigung des Tages, aber der Alto del Cabecico ist nicht mehr als ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Eine gute Möglichkeit in jedem Fall, eine Fluchtgruppe zu initiieren. Das Terrain bleibt auf den ersten 60 Kilometern wellig, dann geht es lange und in Stufen bergan zur Bergwertung der 2. Kategorie am Collado Garcia. Anschließend folgt eine längere Abfahrt und dann geht es leicht bergan zur Sprintwertung und damit zum Fuße des Alto de Velefique

Es ist ein heftiger Anstieg! 13,1 Kilometer lang mit 7,2% im Schnitt. Die ersten fünf Kilometer sind richtig happig, dann wird es etwas weniger steil. Vermutlich wird das Feld mit Vollgas unten reinfahren, weil man versucht, die Kapitäne gut zu positionieren. Gut möglich, dass bereits an diesem Berg mächtig aussortiert wird!

Nach der kurzen Abfahrt geht es dann zum Schlussanstieg. Die letzten 10 Kilometer sind nicht extrem ansprucsvholl, auch wenn es drei Kilometer vor dem Ziel noch einmal für fast 1000 Meter mit 10% hoch geht. Doch die ersten fünfeinhalb Kilometer der Steigung haben mehr als 9 %! Insgesamt ein heftiger Anstieg, wo wohl früh angegriffen wird.

Die letzten Kilometer haben es in sich. Es geht für rund einen Kilometer mit nahezu 10% hinauf, dann setzt die Steigung wieder ab. Am Ende geht es nochmals mit mehr als 6% zum Ziel. Hier können schnell große Lücken aufreißen.


Bergwertungen:
ALTO DEL CABECICO | Km 16,0 | 8,3 km, 3,3 %
ALTO DE CÓBDAR | Km 57,5 | 4,9 km, 4,5 %
COLLADO GARCÍA | Km 86,4 | 18,5 km, 2,4%
ALTO DE VELEFIQUE | Km 135,4 | 13,1 km, 7,2 %
CALAR ALTO | Km 166,6 | 16,9 km, 5,6%

Sprintwertung:
KM 123,7

Die Favoriten

Für den Tagessieg kommen nur richtig starke Kletterer in Frage. Setzten sich früh starke Bergfahrer ab, könnten sie durchaus durchkommen, wenn im Feld zunächst ein moderates Tempo angeschlagen wird. Doch sie brauchen einen größeren Vorsprung aufs Feld, denn es wird im Finale sicher im Kampf um Rot heftig zur Sache gehen. Starke Kletterer mit reichlich Rückstand in der Gesamtwertung gibt es einige! Zudem darf man wohl Fahrer wie Santiago Buitrago in der Fluchtgruppe erwarten – denn es geht auch im reichlich Bergpunkte!

***** Gall, Mas
**** Buitrago, Johannessen, Onley, Roglic
*** Omrzel, Paret-Peintre, Widar
** Sivakov, Zana, J.Rodríguez, Carapaz
* Debruyne, Fortunato, Skjelmose

Start: 13 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr

Offizielle Website: lavuelta.es