
Die 13. Etappe der Vuelta 2026 führt über rund 193 Kilometer von Almuñécar nach Loja. Mit 3400 Höhenmetern ist es ein durchaus anspruchsvolles Teilstück. Drei kategorisierte Anstiege, zwei der zweiten Kategorie, kurz nach dem Start eine der 1. Kategorie. Doch es geht auch abseits der Bergwertungen reichlich auf und ab.
Das Terrain scheint ideal für Ausreißer. Die heftigste Steigung steht nach wenigen Kilometern an – dann geht es mehr als 14 Kilometer mit mehr als fünf Prozent bergan. Es ist also zu erwarten, dass sich früh eine starke Fluchtgruppe bildet, die dann vielleicht den Sieg unter sich ausmachen kann. Die letzte Bergwertung des Tages ist knapp 40 Kilometer vor dem Ende gemeistert, dann geht es überwiegend flach zum Ziel. Betrachtet man nur das Finale, könnte man durchaus die Chance auf einen Massensprint sehen. Doch die erste Hälfte der Etappe ist so anspruchsvoll, dass es wohl kaum gelingen kann, das Feld zu kontrollieren.
Für die Klassementfahrer gilt es, aufmerksam zu sein, vor allem zu Beginn der Etappe. Sie wollen keine Gruppe weglassen, in der ein direkter Konkurrent im Kampf um die Gesamtwertung dabei ist. Denn löst sich eine große Gruppe, ist diese schwer zu kontrollieren. Viele Kräfte will man sicher nicht investieren, denn am Samstag steht bereits die nächste Bergankunft an.
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Die Strecke

Foto: ©unipublic/LaVuelta
Gestartet wird dieses 13. Teilstück an der Küste. Es geht gen Norden ins Landesinnere und direkt nach wenigen Kilometer beginnt die erste Steigung des Tages. Direkt ein Berg der 1. Kategorie!

Dier Anstieg hat es in sich. Im unteren Teil noch moderat steil, wird es dann happig. Wird hier richtig schnell gefahren, kann das Feld komplett auseinanderfliegen.
Abschließen gegt es weiter auf und ab, bis zur zweiten Bergwertung. Erst danach geht es länger bergab und dann lange leicht bergab zur letzten Steigung – unterbrochen von einer kurzen Steigung rund 60 Kilometer vor dem Ende. Das Finale hat einige Kreisverkehre. Den letzten Kilometer geht es leicht bergan – unten mit mehr als 4% etwas steiler, am Ende nur noch mit rund 2%.

Foto: ©unipublic/LaVuelta
Bergwertungen:
ALTO DE LA VENTA DE LA CEBADA | Km 31,2, | 14,1 km, 5,1 %
ALTO DEL LEGIONARIO | Km 83,4 | 15,6 km, 3,1 %
PUERTO DE GRANADA | Km 155,4 | 7,4 km, 5,6 %
Sprintwertung:
TOCÓN – Km 145,0
Die Favoriten
Die Etappe scheint eine Chance für starke Rouleure zu sein. Für die Ausreißergruppe des Tages kommt das halbe Feld in Frage. Viele Teams wollen sicher mit mehreren Fahrern in der Gruppe des Tages dabei sein. Das Terrain ist vor allem zu Beginn anspruchsvoll, können sich endschnelle Männer vorn halten, haben sie am Ende gute Chancen auf den Sieg. Doch sind Fahrer wie Magnus Cort in der Fluchtgruppe dabei, wollen seine Begleiter sicher ungern mit ihm am Ende um den Tagessieg sprinten und werden versuchen, sich abzusetzen. Da wäre es für Cort, und die anderen endschnellen Männer in der Fluchtgruppe ebenso hilfreich, Teamkollegen dabei zu haben.
So stark, wie Metthews Brennan aktuell klettert, wäre auch mit ihm in der Fluchtgruppe des Tages zu rechnen. Hat er ein paar Teamkollegen dabei, die das Rennen kontrollieren, könnte auch er den Tagessieg holen. Man darf gespannt sein, wie die Gruppe des Tages zusammengesetzt ist, und wer sich am Ende den Sieg holen kann.
***** –
**** Cort, van Aert
*** Nys, Laurance, Brennan, Tronchon, Dversnes
** Romele, Camprubí, Labrosse, Romeo, Küng
* Albanese, Aular, Miquel, Vermaerke, Azparren, Schultz, Covi
Start: 12:20 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr


