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Haken dran

Wout van Aert
(Foto: ©CorVos)

Wout van Aert hat nach seinem bitteren Ausscheiden vor zwei Jahren noch eine Rechnung mit der Vuelta offen. Diese wollte er unbedingt begleichen und sich einen Tagessieg holen. Als man im Team Visma | Lease a Bike auf Etappe 10 das erste Mal voll für Van Aert fuhr, ging es schief. Im Sprint hatte er das Nachsehen und wurde Vierter. Diese 13. Etappe war die nächste Chance, aus einer Fluchtgruppe den Etappensieg zu holen. Und Van Aert holte sich tatsächlich den Tagessieg.

„Es war eine Etappe, die nur schwer zu kontrollieren war. Wir wussten, dass wir mit Matthew (Brennan), mir, Bruno (Armirail) und Christophe (Laporte) Fahrer hatten, die auf einem solchen Teilstück sehr stark sind. Wir haben versucht, mit mehreren Fahrern vorne vertreten zu sein, um taktisch flexibel zu bleiben – und das hat perfekt funktioniert“, so Van Aert.

Rund dreieinhalb Kilometer vor dem Ende sorgte er mit seinem Angriff für die Vorentscheidung. „Ich hatte das schon im Hinterkopf, als ich mir das Streckenprofil ansah und diesen letzten kurzen Anstieg kurz vor der Ortschaft bemerkte. Auf diesen letzten 3,5 Kilometern beginnen die Fahrer, an den Sprint zu denken – wenn man dann eine Lücke reißt, ist niemand mehr bereit, diese für die anderen zuzufahren“, so Van Aert. „Die Distanz bis ins Ziel war kurz genug, dass sich der Versuch lohnte. Mit Valentin (Paret-Peintre) hatte ich einen guten Begleiter. Er hat Führungsarbeit geleistet, und es war schön, gemeinsam bis zur Ziellinie um den Sieg zu kämpfen“.

Klingt nach dem Rennen einfach, war aber ein hartes Stück Arbeit und ein verdienter Sieg. Er hat den Haken an den Vuelta-Etappensieg gesetzt und zugleich reichlich Punkte im Kampf um Grün geholt. Ein sehr erfolgreicher Tag, und die alte Rechnung ist nun wohl beglichen.


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