Nummer zwei

(Foto: ©CorVos)
Das Visma-Team spielte mit Wout van Aert die offensive Karte. Mit Matthew Brennan hatte man den endschnellsten Mann im Peloton in den eigenen Reihen, aber man entschied sich dennoch, Van Aert in die Offensive zu schicken. „Wir haben versucht, das Feld zu überraschen“, so Van Aert. „Wir haben den ganzen Tag über die Kontrolle behalten und hatten noch einige starke Fahrer an unserer Seite, die uns unterstützen konnten. Aber ich wusste, dass niemand damit rechnen würde, dass wir angreifen würden. Ich habe beim Zwischensprint den richtigen Moment gewittert. Und da Matthew (Brennan) im Feld war, bestand überhaupt kein Risiko, es einfach zu versuchen – wir hatten ja immer noch eine gute Option in der Gruppe. Genau so fahre ich am liebsten Rennen“, sagte Van Aert.
Er nutzte die Chance perfekt, konterte im Finale die entscheidenden Attacken und spielte am Ende seine Endschnelligkeit aus. Etappensieg Nummer zwei für den Belgier. Und insgesamt Nummer fünf für das Team! „Das ist wirklich fantastisch. An den meisten Tagen, an denen wir uns Siegchancen ausgerechnet hatten, haben wir auch tatsächlich gewonnen. Das ist schon beeindruckend. Und wie wir heute als Team das Rennen kontrolliert haben – darauf können wir wirklich stolz sein. Ich bin den Jungs wieder einmal sehr dankbar für ihre Arbeit“, sagte der Tagessieger, der weiter souverän die Punktewertung anführt.
Anzeige