Profil der 19. Etappe der La Vuelta 2026 (Foto: ©unipublic/LaVuelta)

Nach dem Einzelzeitfahren vom Donnerstag verbleiben noch drei Etappen bei dieser 81. Vuelta. Zwei Bergankünfte und dann der Schlusstag in Granada. Diese zwei verbliebenen Bergetappen haben es in sich! Am Freitag geht es auf der 19. Etappe der Vuelta 2026 210 Kilometer von Vélez-Málaga nach Peñas Blancas. Rund 4000 Höhenmeter müssen bewältigt werden. Der Beginn der Etappe ist flach, aber das Finale heftig. Es geht am Ende die lange Schlusssteigung hinauf zum Puerto Peñas Blancas und dann noch ein Stück weiter hinauf. Mehr als 18 Kilometer ist diese Schlusssteigung lang.

Drei schwere Wochen haben die Fahrer in den Beinen, nun stehen nochmals zwei heftige Bergprüfungen an. Für die Klassementfahrer sind es inklusive Zeitfahren drei schwere Tage in Folge. Sie müssen aufpassen, dass sie nicht zu sehr über ihr Limit gehen, sonst droht der Einbruch. Die Belastung beim Zeitfahren war vergleichsweise kurz, aber eben sehr intensiv. Das kann durchaus unterschiedlich nachwirken.

Möglicherweise gibt es zwei Rennen in einem. Eines um den Tagessieg, das andere um die Gesamtwertung. Der flache Start ermöglicht es Ausreißern, einen großen Vorsprung herauszufahren, um dann mit reichlich Vorsprung in die Schlusssteigung gehen zu können.


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Die Strecke

Karte der 19. Etappe der Vuelta 2026
Foto: ©unipublic/LaVuelta

Nach dem Start geht es zunächst flach entlang der Küste gen Westen. Erst nach rund 80 Kilometern beginnt die erste Steigung des Tages. Nicht viel mehr als ein Vorgeschmack auf das, was noch ansteht. Es geht den Puerto de las Abejas hinauf und anschließend nach der Abfahrt direkt zum Puerto del Viento. Zwei lange, aber nicht sehr steile Anstiege.

Anschließend geht es gen Süden, zurück zur Küste. Dann nach der Sprintwertung beginnt die Schlusssteigung.

Es ist ein langer und anspruchsvoller Anstieg! Fast 19 Kilometer lang, im Schnitt 6,5% steil. Es gibt einige steile Abschnitte, aber auch längere Abschnitte mit moderater Steigung. Kein Monsterberg, aber ein schwerer Anstieg der 1. Kategorie.

Es geht zum Puerto Peñas Blancas und dann links weg, noch einmal rund vier Kilometer eine schmale Straße bergan. Diese Steigung sollte man nicht unterschätzen!

Finale der 19. Etappe der Vuelta 2026
Foto: ©unipublic/LaVuelta

Bergwertungen:
PUERTO DE LAS ABEJAS | Km 91,0 | 14,6 km, 4,3 %
PUERTO DEL VIENTO | Km 111,3 | 13,1 km, 3,7 %
PEÑAS BLANCAS | Km 210,8 | 18,7 km, 6,5 %

Sprintwertung:
ESTEPONA Km 186,2

Die Favoriten

Es ist eine Etappe für echte Kletterer. Bergfahrer mit ausreichend Rückstand in der Gesamtwertung gibt es einige! Für viele von ihnen ist es eine gute Chance auf einen Etappensieg. Vielleicht sogar die letzte. Santiago Buitrago kämpft ums Bergtrikot und wird sicher versuchen, in der Fluchtgruppe des Tages dabei zu sein. Joao Almeida hat ein starkes Zeitfahren geliefert und scheint zu alter Stärke zu finden. Jarno Widar, Tobias Johannessen, Sepp Kuss, Marco Brenner … diesen Herren sollte diese Etappe ebenfalls liegen. Doch es gibt weitere Fahrer, die hier vorn landen können. Das QuickStep-Duo Valentin Paret-Peintre und Flippo Zana beispielsweise, oder auch Ivan Sosa.

Der Kampf der Klassementfahrer wird ganz sicher im Schlussanstieg entbrennen. Nach dem Zeitfahren von gestern ist die Ausgangslage klar und man darf wohl auch zwischen den Top3 mit einigen Angriffen rechnen. Bislang agiert Enric Mas souverän. Sieht er die Chance, sich vor der letzten Bergetappe noch ein größeres Polster auf Roglic zu verschaffen, wird er angreifen. Einen wilden Angriff weit vor dem Ziel wird man hier ehr nicht erwarten können, aber einen heftigen Schlagabtausch in der Schlusssteigung wohl schon.

***** –
**** Buitrago, Paret-Peintre, Mas
*** Almeida, Widar, Gall, Carapaz
** Brenner, Johannessen, Kuss, Sosa
* Nordhagen, Zana, Onley, Bisiaux, Roglic, Riccitello, Steinhauser

Start: 11:50 Uhr
Ziel: ~17:30 Uhr