
Italien hat den Mixed-Wettbewerb der Rad-Weltmeisterschaft 2026 in Montreal gewonnen. Die Männer übergaben mit einem kleinen Vorsprung an die Frauen und diese bauten diesen aus. So jubelten am Ende Monica Trinca Colonel, Mattia Cattaneo, Filippo Ganna, Vittoria Guazzini, Matteo Sobrero und Elisa Longo Borghini über den WM-Titel.
Silber ging an Frankreich, mit acht Sekunden Rückstand. Das Team um Cédrine Kerbaol, Marion Borras, Juliette Berthet, Jordan Labrosse, Rémi Cavagna und Bruno Armirail lieferte ein konstantes und gutes Rennen. Die Männer übergaben mit nur 11 Sekunden Rückstand, die Frauen konnten bis zum Ende noch minimal Zeit gutmachen.
Bronze gab es für das Schweizer Team, das wie schon im Vorjahr Pech hatte. Stefan Küng hatte kurz nach dem Start einen Defekt und fiel zurück. So übergab das Männer-Trio mit Küng, Mauro Schmid und Stefan Bissegger auf Rang sechs an die Frauen. Diese holten auf, waren mit Noemi Rüegg, Marlen Reusser und Jasmin Liechti das schnellste Frauen-Trio und sicherten Bronze. „Das ist extrem bitter. Wir sind alle in einer super Verfassung, waren top motiviert. Genau so sind wir auch gestartet, aber dann nach 3 Kilometern jemanden zu verlieren, ist wie zu zweit fahren“, sagte Schmid nach dem Rennen.
„Stefan (Küng) gibt viel Windschatten und hat richtig Power. Zu zweit ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn man kurz an Position drei fahren kann, kann man sich fast komplett erholen. Zu zweit muss man Vollgas tiefgehen und die Erholung ist schlechter und um ein Drittel kürzer. Das macht es sehr schwer, die Pace hochzuhalten“, so Mauro Schmid und sagte, während des Rennens der Frauen noch: „Vielleicht können die Frauen noch ein kleines Wunder vollbringen“. So kam es auch und die Schweiz holt tatsächlich Bronze.
Auch das deutsche Team hatte Defektpech. Ricarda Bauernfeid musste deshalb Antonia Niedermaier und Franziska Koch früh ziehen lassen. Die Männer um Nikias Arndt, Jasha Sütterlin und Max Walscheid hatte auf Rang fünf übergeben. Diesen Platz konnten die Frauen trotz Defekt verteidigen. „Mich hat es leider mit dem Defekt erwischt. Mir ist die Kette runtergefallen, und, ja, dann konnte ich nichts mehr machen. Mir tut es leid, dass ich meine beiden Teamkolleginnen nicht mehr unterstützen konnte. Wir hatten uns so viel mehr vorgenommen“, so Ricarda Bauernfeind.

