
Am Freitagvormittag steht zunächst das Rennen der U23-Männer an. Um 9 Uhr Ortszeit (15 Uhr deutscher Zeit) fällt der Startschuss in Montreal. Das Rennen wird komplett auf dem Stadtkurs ausgetragen, dort müssen insgesamt satte 13 Runden – in Summe 174,2 Kilometer – absolviert werden. Kein anderes Rennen der WM hat so viele Runden auf dem Stadt-Circuit. Die Juniorinnen tragen ihr Rennen dann ab 14 Uhr Ortszeit aus. Sie absolvieren 6 Runden, das entspricht 80,4 Kilometern.
Rad-WM 2026 – Rennen der U23 Männer
Das Rennen der U23-Männer ist sehr anspruchsvoll! Die Stadtrunde hat es in sich. WorldTour-Fahrer dürfen nicht teilnehmen! Anders, als bei der U23-Klasse der Frauen, sind Fahrer, die bereits einem WorldTour-Team angehören, nicht startberechtigt und müssen im Rennen der Elite teilnehmen. So beschränkt sich das Feld auf Fahrer von Devo-Teams und kleineren Mannschaften. Aber es sind einige Fahrer am Start, die bereits für die Saison 2027 Profiverträge unterschrieben haben! Kristian Egholm, Matisse Van Kerckhove, Aubin Sparfel, Héctor Álvarez, Jesper Stiansen oder auch Gavin Sherry. Paul Seixas ist zwar erst 19 Jahre alt, darf aber nicht starten – er wird am Sonntag bei der Elite am Start stehen.
13 Runden auf dem Stadtkurs sind ein Brett! In Summe müssen die Fahrer auf den 174,2 Kilometern so rund 3500 Höhenmeter absolvieren.


Schlüsselstelle des Rennens ist der längere Anstieg kurz nach Beginn der Runde. Etwas mehr als eineinhalb Kilometer lang und bis zu 10% steil. Kein Monsterberg, wird aber bei 10 Auffahrten irgendwann doch eine Herausforderung.
Die Favoriten
Auch wenn die Profis fehlen – es sind richtig starke Fahrer am Start! Viele auf dem Sprung in die WorldTour. So auch die Top-Favoriten Aubin Sparfel und Héctor Álvarez. Sparfel macht nach der Saison den Sprung zum World-Tour-Team Decathlon CMA CGM. Álvarez steigt ebenfalls auf ins World-Tour-Team von Lidl-Trek. Zu den Favoriten auf eine WM-Medaille gehören auch die Belgier Niels Driesen und Matteo Vanhuffel. Der herausragende Kletterer Henrique Bravo aus Brasilien ist auf sich allein gestellt und nach seinem Geschmack wären ein paar längere Berge sicher besser – doch unterschätzen darf man ihn nicht.
Zum erweiterten Kreis muss man wohl auch den Belgier Jasper Schoofs, den Italiener Matteo Scalo, Mateo Ramírez aus Ecuador und den Briten Elliot Rowe zählen. Ebenso den Finnen Kasper Borremans.
Das deutsche Team ist durchaus stark einzuschätzen! Max Bock liefert eine konstant starke Saison, nach seinem Geschmack dürfte das Rennen sicher gern noch etwas bergiger sein, er ist dennoch stark einzuschätzen. Im topbesetzten Starterfeld ist Bock aber eher in der Außenseiterrolle. In der Breite ist die deutsche Mannschaft extrem stark! Paul Fietzke, Louis Leidert, Moritz Mauss und Jermaine Zemke haben ihre internationale Klasse bereits bewiesen. Diese Breite gilt es optimal zu nutzen.
***** Aubin Sparfel, Héctor Álvarez
**** Bravo, Lindholm, Scalco, Driesen
*** Schoofs, Van Kerckhove, Rowe, Borremans
** Bock, Ward, Vanhuffel, Ramírez
* Egholm, Huber, Zomermaand, Ježek, Barry
Startliste bei Firstcycling
Das Rennen der Juniorinnen
Die Juniorinnen absolvieren sechs Runden. In Summe sind also 80,4 Kilometer zu fahren. Ein recht kurzes Rennen, das eine offensive Fahrweise ermöglicht. Das Leistungsgefälle ist durchaus groß, was in dieser Altersklasse üblich ist. Die Zusammenarbeit als Team spielt meist weniger eine Rolle. Es kommt bei den Juniorinnen vor allem auf die individuelle Stärke an.

Favoritinnen
Im Feld der Juniorinnen die Favoritenrollen klar zu verteilen, ist keine leichte Aufgabe. Es gibt einige starke Fahrerinnen, darunter auch die Deutschen Edda Bieberle und Amandine Jakob, denen der Parcours sicher entgegenkommt. Sie sind gemeinsam mit Klara Dworatzek und Leni Burger im Rennen – auch diese beiden sind stark! Doch es wird auch auf die Tagesform ankommen, und die Renneinteilung. Stark einzuschätzen ist sicher die Französin Thaïs Poirier. Auch der Australierin Neve Parslow darf man einiges zutrauen. Top-Favoritin ist vielleicht die Polin Maria Okrucińska, die sich schon im Zeitfahren Gold holte. Die Spanierin Alejandra Neira ist sehr stark einzuschätzen und auch die Belgierin Laura Fivé zählt zum Kreis der Favoritinnen.
***** Maria Okrucińska
**** Neira, Fivé, Rossignoli
*** Poirier, Parslow, Acuti, Grossmann
** Bieberle, Jakob, Pellizotti, Edwards, Menting, Parslow
* Baud, Drhová, Marthe, Moore, Bowen, Zubeldia, Ballan, Wijma
Startliste bei Firstcycling

