Benat Intxausti (Foto: Roth&Roth; Roth-Foto.de)
Benat Intxausti (Foto: Roth&Roth; Roth-Foto.de)

Alberto Contador hat seinen Vorsprung in der Gesamtwertung des Giro d’Italia um zwei Sekunden ausgebaut – weil er sich auf der 9. Etappe eine Zeitbonifikation im Zwischensprint holen konnte. Den Schlussanstieg hinauf nach Campitello Matese bewältigten die Favoriten im Kampf um das Rosa Trikot dagegen gemeinsam, obwohl das Team Astana um Fabio Aru alles versuchte, den angeschlagenen Contador in Schwierigkeiten zu bringen. Doch der Spanier hielt auf dem 13 Kilometer langen Schlussanstieg durch.

Astana macht Druck

Die 186 Kilometer lange Etappe gewann Benat Intxausti (Movistar). Der Spanier war Teil einer Ausreißergruppe gewesen, die zunächst aus elf Fahrern bestanden hatte. Kurz vor dem Gipfel des Forca d’Acero, dem ersten Anstieg des Tages, setzte sich Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo), sicherte sich die Bergpunkte. Carlos Alberto Betancur (Ag2R) und Kristof Vandewalle (Trek) schlossen auf und das Trio ging mit 1’33 Minuten Vorsprung auf die einstigen Mitausreißer und fünf Minuten auf das Feld mit den Favoriten in den Schlussanstieg.

Während sich vorne Kruijswijk alleine aufmachte und knapp 4,5 Kilometer vor dem Ziel von Inxausti und Sebastién Reichenbach (IAM) überholt wurde und der Movistar-Profi schließlich auch den Schweizer stehen ließ, hielt Astana im Verfolgerfeld das Tempo auf den ersten Kilometern des Anstiegs hoch. Wie erwartet setzte Aru schließlich die erste Attacke, Contador, Richie Porte und Rigoberto Uran ließen sich aber nicht abschütteln. Prompt setzte Arus Teamkollege Mikel Landa, in der Gesamtwertung gut platziert, eine Konterattacke.

Aru gewinnt Sprint um Platz vier

Am Ende kam Landa mit 20 Sekunden Rückstand auf Inxausti noch vor Reichenbach als Zweiter ins Ziel. 15 Sekunden dahinter gewann Aru den Sprint der Favoriten um Platz vier vor Contador Porte und Uran. In der Gesamtwertung rückte Landa auf Rang fünf vor mit nun 42 Sekunden Rückstand auf Contador. Dessen verletzte Schulter macht offenbar keine Probleme. Im Schlussanstieg ging er bei Bedarf mühelos aus dem Sattel – von großen Schmerzen war nichts zu sehen, oder er ließ sie sich nicht anmerken.