Der Gesamtsieger steht schon vor der Etappe fest, deshalb darf Chris Froome ruhig schon mit seinen Teamkollegen anstoßen. Die obligatorischen Fotos, Spaß mit den Fotografen und überall glückliche Gesichter. Es ist die Tour d’honneur, und die haben sich die Helden der Landstraße auch verdient. Doch irgendwann wird das Tempo angezogen und auf dem Rundkurs in Paris ein richtiges Radrennen ausgetragen. Die Sprinterteams werden das Rennen kontrollieren und jeder der verbliebenen endschnellen Männer will diesen prestigeträchtigen Sieg einfahren. 

 

Die Strecke

Gestartet wird in diesem Jahr in Montgeron im Südosten von Paris. Die Etappe ist insgesamt 103 Kilometer lang. Exakt 45 Kilometer vor dem Ziel wird der Parcours der Schlussrunden erreicht. Nach der ersten Zieldurchfahrt müssen noch acht Runden auf dem 6,8 Kilometer langen Rundkurs zwischen Louvre und Arc de Triomphe absolviert werden, alles wie im vergangenen Jahr. Der Zwischensprint wird übrigens nicht auf der Ziellinie ausgetragen, sondern ein kleines Stück weiter in Richtung Arc de Triomphe.

Tour de France 2017: Die Karte der 19. Etappe (©GEOATLAS)
Die Schlussrunde in Paris

Die Favoriten

Für einen erfolgreichen Sprint in Paris ist die Position im Feld enorm wichtig. Gut 400 Meter vor dem Ziel geht es in einer Links-Rechts-Kombination von der Rue de Rivioli auf den Champs-Élysées. Wer hier nicht unter den ersten zehn Fahrern ist, hat kaum noch eine Chance auf den Etappensieg. Nach drei harten Tour-Wochen entscheidet nicht nur die reine Sprintschnelligkeit, sondern auch die Kraftreserven. In den letzten Jahren gewann souverän André Greipel. Doch Greipel muss auf seinen wichtigsten Anfahrer Marcel Sieberg verzichten, der das Rennen krankheitsbedingt aufgeben musste.  

Ein heißer Kandidat wäre Alexander Kristoff, der in Paris meist sehr stark war und oft weit vorn landete. Doch irgendwie scheint der Norweger bei dieser Tour nicht so stark wie in den vergangenen Jahren. Dabei hätte sein Katusha-Alpecin-Team einen Erfolg dringend nötig. Auch John Degenkolb wird heiß auf den Sprint sein. Das Kraftpaket ist zwar nicht so endschnell wie Andrè Greipel, kann sich aber sehr gut in Position bringen. Die leicht ansteigende Zielgerade liegt ihm. 

Nacer Bouhanni wird sicher auch voll reinhalten. Der Franzose brennt auf seinen ersten Tour-Etappensieg und wittert in Abwesenheit von Kittel, Sagan und Cavendish seine große Chance.

 

***** André Greipel
**** Alexander Kristoff, Edvald Boasson Hagen,
*** John Degenkolb, Nacer Bouhanni
** Dylan Groenewegen, Michael Matthews
*  Rudi Selig, Sonny Colbrelli, Davide Cimolai, Ben Swift, Dion Smith

Start: 16:40 Uhr
Ziel: ~19:20 Uhr

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