
Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) hat die 123. Auflage von Paris-Roubaix gewonnen. Der Belgier setzte sich nach 258 Kilometern im Zweiersprint gegen Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) durch und holte seinen ersten Sieg beim Kopfsteinpflaster-Monument. Pogacar wurde wie im vergangenen Jahr Zweiter. Auf Rang drei landete Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step).
đȘ What a sprint in Roubaix!
— Paris-Roubaix Hauts-de-France (@parisroubaix) April 12, 2026
Quel duel sur le VĂ©lodrome de Roubaix ! âïž#ParisRoubaix đ pic.twitter.com/nLBB7wyncO
So lief das Rennen:
258,3 Kilometer lang, von CompiĂšgne nach Roubaix, mit rund 55 Kilometern Kopfsteinpflaster. Direkt nach dem Start wurde angegriffen. MatevĆŸ Govekar (Bahrain-Victorious), Riley Sheehan (NSN Cycling) und Martijn Rasenberg (Unibet Rose Rockets) lösten sich einige Meter. Doch es wurde nachgesetzt und die LĂŒcke geschlossen. Es folgte eine Phase mit einigen Angriffen, doch keine Gruppe konnte sich entscheidend lösen. Rund 190 Kilometer vor dem Ende brach das Feld auseinander, schloss aber wieder zusammen. Tadej Pogacar brauchte einen Moment, wieder Anschluss zu finden, nachdem er einen kurzen Stopp eingelegt hatte, um sich zu erleichtern.
El viento lateral rompe en dos el pelotón y pilla a contrapié a Pogacar. #ParisRoubaix pic.twitter.com/ZhQXU38HH3
— Eurosport.es (@Eurosport_ES) April 12, 2026
Das Feld ging geschlossen in den ersten Pflaster-Sektor. Mads Pedersen fiel nach Defekt zurĂŒck, Mike Teunissen löste sich an der Spitze allein und ging als Erster in den zweiten Sektor (Sektor 29), war dann schnell wieder eingeholt. Pedersen fand schnell wieder Anschluss, das UAE-Team machte das Tempo an der Spitze. Einige Fahrer hatten Defekt, darunter Jasper Stuyven und auch Wout van Aert. Sie fanden wieder Anschluss.
Defekt bei Pogacar
Das Feld brach auf den ersten Pflastersektoren auseinander. In der groĂen ersten Gruppe mit den Favoriten machte UAE weiter das Tempo. Pogacar hatte 120 Kilometer vor dem Ende einen Defekt und fiel zurĂŒck. Er wechselte auf das Rad des neutralen Begleitfahrzeuges und kĂ€mpfte um den Anschluss. Erst nach rund fĂŒnf Kilometern konnte er zurĂŒck auf sein Teamrad wechseln. Das Alpecin-Team ĂŒbernahm an der Spitze die Tempoarbeit, Visma unterstĂŒtzte.
Pogacars Teamkollegen lieĂen sich zurĂŒckfallen und 110 Kilometer vor dem Ende lagen sie etwas mehr als 30 Sekunden hinter der Spitze zurĂŒck. In Sektor 20 drĂŒckte dann Van der Poel aufs Tempo, die Gruppe der Favoriten dĂŒnnte sich aus. Pogacar lag am Ende des Sektors rund 20 Sekunden dahinter. Rund 98 Kilometer vor dem Ende schloss er zur ersten Gruppe auf.
Im Wald von Arenberg hatte Titelverteidiger Mathieu van der Poel Defekt. Es dauerte lange, ehe er weiterfahren konnte, dann hatte er noch einen Defekt und wechselte am Ende es Sektors auf das Ersatzrad vom Auto. Er lag mehr als zwei Minuten hinter der Spitze.
Favoritengruppe ohne Van der Poel. Nach dem Wald von Arenberg lag eine Gruppe mit Wout van Aert, Mads Pedersen, Jasper Stuyven, Christophe Laporte, Tadej Pogacar und Stefan Bissger vorn. Filippo Ganna folgte einige Sekunden dahinter mit Jordi Meeus â sie schlossen wieder zur Spitze auf. Doch Ganna hatte im nĂ€chsten Sektor Defekt und fiel wieder zurĂŒck. Meeus fiel aus der Spitze zurĂŒck, Teamkollege Pithie nach Defekt ebenso. So verblieben sechs Fahrer an der Spitze.
Pogacar musste 72 Kilometer vor dem Ende erneut das Rad wechseln, fiel aus der Spitze zurĂŒck, wenig spĂ€ter erwischte es Van Aert und auch er fiel zurĂŒck. Pedersen, Stuyven, Bisseger und Pedersen verblieben an der Spitze â Pogacar schloss 68 Kilometer vor dem Ende wieder zu ihnen auf. Van Aert kĂ€mpfte derweil 25 Sekunden dahinter gemeinsam mit dem Red-Bull-Duo Pithie und Meeus.
Es war Wout van Aert, der in Sektor 12 das Tempo anzog, dann drĂŒckte Pogacar aufs Tempo. Sie lösten sich zu zweit. Pedersen folgte dahinter. Mathieu van der Poel lieferte dahinter eine herausragende Aufholjagd â er erreichte 50 Kilometer vor dem Ende die Verfolgergruppe um Bissegger und Stuyven, die rund 25 Sekunden hinter der Spitze fuhr.
âĄïž Wout van Aert and Tadej Pogacar broke clear at the front!
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Wout van Aert et Tadej Pogacar ont fait le trou en tĂȘte de course ! đ„#ParisRoubaix đ pic.twitter.com/24CUxNTdEt
Pogacar und Van Aert bauten ihre FĂŒhrung aus, die Gruppe dahinter mit Van der Poel holte Pedersen ein. Das Spitzenduo baute den Vorsprung auf rund 40 Sekunden aus, so blieb es bis rund 25 Kilometer vor dem Ende. In der dritten Gruppe fuhr Nils Politt, rund zwei Minuten zurĂŒck.
Im Carrefour de lâArbre, dem letzten superschweren Pflastersektor, konnte Pogacar Van Aert nicht abschĂŒtteln. Dahinter machte Van der Poel das Tempo. Am Ende kam es zum Sprint zwischen Van Aert und Pogacar und der Belgier setzte sich durch.
Das Rennen der Frauen gewann die Deutsche Franziska Koch (FDJ United-SUEZ). Sie setzte sich am Ende im Drekampf vor den beiden Visma-Lease-a-Bike-Fahrerinnen Marianne Vos und Pauline Ferrand-PrĂ©vot durch. Koch war die StĂ€rkste im Rennen und lieferte eine fehlerfreie Fahrt. FĂŒr ist es der erste Sieg bei einem groĂen Klassiker.

