Jonas Vingegaard (Foto: Luca Bettini/SCA /©Cor Vos)

Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) hat die letzte Bergankunft dieses 109. Giro gewonnen. In der Schlusssteigung nach Piancavallo hängte der Däne alle ab und holte sich als Solist den Sieg auf der 20. Etappe. Es war sein fünfter Etappensieg bei diesem Giro. Den Sprint um Rang zwei aus der Verfolgergruppe gewann Felix Gall (Decathlon CMA CGM Team) vor Jai Hindley (Red Bull-Bora-hansgrohe).

„Ich bin ein Radsportler, ich will so viele Rennen gewinnen, wie möglich. Wir haben entschieden, heute All In auf den Etappensieg zu gehen, und nun den fünften Sieg zu holen und mit einem großen Vorsprung in die Schlussetappe zu gehen, ist wirklich besonders“, so Vingegaard im Siegerinterview.

Vingegaard war erneut der stärkste Fahrer und ganz souverän baute Vingegaard seinen Vorsprung in der Gesamtwertung noch etwas aus und steht vor dem Gesamtsieg der Rundfahrt. Er geht mit mehr als fünf Minuten Vorsprung auf Felix Gall in die flache Schlussetappe am Sonntag. Jai Hindley ist Gesamtdritter.


Die Etappe: 200 Kilometer von Gemona del Friuli nach Piancavallo. Im Finale eine Runde, sodass es zweimal die Schlusssteigung hinaufging.

Profil 20. Etappe Giro 2026
(© RCS)

Was sonst so passierte:

Es setzte sich früh eine 5-Mann-Gruppe ab – Jonas Geens (Alpecin–Premier Tech), Fabien Huens (Groupama–FDJ United), Ben Haig (Netcompany INEOS), Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) und Guillermo Thomas Silva (XDS Astana Team). Manuele Tarozzi (Bardiani CSF 7 Saber), Larry Warbasse (Tudor) und Arjen Livyns (XDS Astana) setzten aus dem Feld nach. Es dauerte einige Kilometer, dann schlossen Warbasse und Tarozzi zur Spitze auf.

Das Feld gönnte den Ausreißern rund viereinhalb Minuten Vorsprung. Das Visma-Team kontrollierte im Feld und machte die Nachführarbeit. In die erste Auffahrt nach Piancavallo ging die Spitze mehr als vier Minuten vor dem Feld. Dort machte auch bergauf das Visma-Team das Tempo und der Vorsprung der Ausreißer schmolz nach und nach zusammen.

Leknessund, Warbasse und Haig lösten sich bergauf. Haig gewann die Bergwertung, aus dem Feld sicherte sich Ciccone noch sechs Zähler. Das Feld lag nur noch etwas mehr als eine Minute zurück und Igor Arrieta (UAE Team Emirates-XRG) und
Ludovico Crescioli (Team Polti VisitMalta) griffen an und machten sich auf den Weg zur Spitze. Sie sammelten Huens ein und schlossen gemeinsam zur Spitze auf.

Als es in die Schlusssteigung ging, lag die Spitze nur rund zwei Minuten voraus. Visma machte weiter das Tempo und bereitete den Angriff von Vingegaard vor. Dieser kam früh in der Schlusssteigung. „Wir mussten etwas umplanen, eigentlich war es geplant, etwas später anzugreifen“, sagte Vingegaard nach dem Rennen. Wie erwartet hängte er alle ab und holte sich den Etappensieg. Dahinter wurde um die Positionen gekämpft. Eine Gruppe mit Gall, Hindley, Gee-West und Arensman erreichte gemeinsam das Ziel.