Peter Sagan (Bora-hansgrohe) hat die fünfte Etappe des 52. Tirreno-Adriatico gewonnen. Der Weltmeister siegte nach 209 Kilometern von Rieti nach Fermo vor Thibaut Pinot (FDJ). Dritter wurde Primož Roglič (LottoNL-Jumbo). 

Sagan gehörte zur kleinen Gruppe der Favoriten auf den Gesamtsieg und setzte sich im Bergaufsprint durch. Auch Nairo Quintana gehörte zu dieser Gruppe und bleibt in Blau.

Bedanken kann sich Sagan auch bei seinem Teamkollegen Rafal Majka, der eine starke Vorarbeit leistete. Denn im schweren Etappenfinale gab es viele Attacken und immer wieder Ausreißer. Majka spannte sich vor die Favoritengruppe und kontrollierte so das Rennen. An der letzten schweren Rampe, rund drei Kilometer vor dem Ziel, musste es Sagan dann selbst regeln. Er verlor zwar kurz den Anschluss, nachdem Nairo Quintana angegriffen hatte, konnte dann jedoch wieder aufschließen. Auf dem letzten Kilometer zeigte Sagan dann, wie stark er ist und siegte im Sprint souverän.

„Rafal Majka war der Mann, der sein Vertrauen heute in mich setzte. Ich sagte zu ihm, dass er nicht dumm sein sollte, dass wir gemeinsam fahren werden und wenn er die Beine habe, dann gehen solle. Er fuhr für mich und hatte mehr Vertrauen in mich als ich es hatte“, sagte Sagan nach dem Rennen. „Ich war am letzten Anstieg hinten, kam aber auf den letzten Kilometern zurück. Dann habe ich mein Bestes gegeben und bin sehr glücklich über den Sieg“, so Sagan.

 


 

Ein spektakuläres Rennen

Vom Start weg entwickelte sich ein spektakuläres Rennen. Früh setzte sich eine stark besetzte Gruppe ab. Die elf Ausreißer mit Moreno Moser (Astana), Maxime Monfort (Lotto Soudal), Niki Terpstra (Quick Step), Steve Cummings (Dimension Data), Maurits Lammertink (Katjoesja), Gianna Moscon (Sky), Filippo Ganna (UAE), Marco Canola (Vini Fantini), Alexis Gougeard (AG2R), Scott Thwaites (Dimension Data) und Davide Ballerini (Androni) wurden vom Feld jedoch nicht weit weggelassen. Bereits kurz nach der Hälfte des Rennens wurden sie wieder eingeholt.

Etwa 75 Kilometer vor dem Ziel löste sich die nächste gefährliche Gruppe. Bob Jungels (Quick-Step), Mikel Landa (Sky), Tim Wellens (Lotto Soudal) und Matteo Cattaneo (Androni) fuhren schnell rund eine Minute auf das Feld heraus, doch Movistar fuhr kompromisslos hinterher und so war das Quartett 45 Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt.

Im Finale attackierte Michal Kwiatkowski mehrfach und machte das Rennen so extrem schwer. Zwischenzeitlich setzten sich auch Luis Leon Sanchez und Vasil Kiryienka ab, doch auch sie wurden wieder eingeholt. Nachdem Thibaut Pinot 3 Kilometer vor dem Ziel angegriffen hatte, attackierte Quintana drüber und nur eine kleine Gruppe mit den großen Favoriten konnte folgen. Sagan schloss wieder auf und siegte am Ende souverän.