Zum 56. Mal wird am 1. Mai der Frankfurter Radklassiker ausgetragen. Neben dem traditionsreichen Profi-Rennen findet ein großes Radsportfest mit insgesamt 17 Rennen an einem Tag statt. Das Profi-Rennen gehört nun zur WorldTour und es werden einige große Namen am Start stehen. Traditionell bietet das Rennen für die Sprinter gute Chancen. Mit Marcel Kittel, André Greipel, Doppelsieger Alexander Kristoff, John Degenkolb, Sam Bennett, Fernando Gaviria, Michael Matthews und Pascal Ackermann sind eine ganze Reihe endschneller Männer dabei. Auch Weltmeister Peter Sagan wird am Montag am Start stehen.

 

Die Strecke

Nach dem Start in Eschborn geht es zunächst nach Frankfurt und dann gen Norden. Nach zwei Sprintwertungen (Kilometer 23, 33 und 40) beginnt nach 44,5 Kilometern der erste Anstieg. Nach gut 11 Kilometern Kletterei ist der Gipfel des Feldbergs erreicht. Über die Anstiege Kittelhütte, Ruppertshainer und Eppstein geht es dann nach Bad Soden zur nächsten Sprintwertung.

In Schwalbach beginnt dann die erste der vier kleinen Schleifen über den Mammolsheiner. Die zweite Schleife ist etwas länger und führt nach dem Anstieg noch weiter nach Ruppertshain und über Kelkheim zurück nach Schwalbach. Die beiden letzten Schleifen sind wie die erste, rund 16 Kilometer lang. Nach dem letzten Anstieg sind es noch gut 39 Kilometer bis zum Ziel und so bleibt für die Sprinter genügend Zeit ein kleines Loch wieder zu schließen. Nach der ersten Zieldurchfahrt, neun Kilometer vor dem Ende, sind noch drei Runden auf einem Drei-Kilometer-Kurs durch die Innenstadt zu absolvieren.

Das Profil von Eschborn-Frankfurt 2017

 

Die Favoriten

Bei dem großen Sprinteraufgebot der Teams kann man fest mit einem Massensprint rechnen. Doch das Rennen durch den Taunus ist keine Spazierfahrt und sollte es wie angekündigt regnen, macht das das Rennen zusätzlich schwer. Der Weg nach der letzten Überfahrt des Mammolsheiners bis ins Ziel ist wohl zu lang, als dass eine ganz kleine Gruppe durchkommen kann. Doch sollte sich dort eine größere Gruppe lösen und gut zusammenarbeiten, wird es sehr schwer diese noch einmal einzuholen. 

Einige Teams haben sicher ein Interesse daran, das Rennen schon früh schwer zu machen, um die Top-Sprinter wie Kittel und Greipel loszuwerden. Kittel, der nach einer Rennpause sein Debüt beim Radklassiker gibt, hat mit Fernando Gaviria einen Teamkollegen dabei, der bereits in Giro-Form ist und sehr gute Chancen hat. Auch André Greipel hat nach Paris-Roubaix eine Pause eingelegt, sieben Tage nicht auf dem Rad gesessen und dann mit dem Aufbau der Form für den Giro begonnen. “Ich weiß nicht so genau, wo ich nach der Pause stehe”, sagte Greipel am Sonntag. 

John Degenkolb ist bei seinem Heimrennen natürlich heiß auf den Sieg, und Bora-hansgrohe will sich beim heimischen WorldTour-Rennen sicher auch zeigen. Es gibt einige Teams, die Interesse an einem Sprint haben und vermutlich wird der Sieger im Sprint einer größeren Gruppe ermittelt.

***** Alexander Kristoff, Fernando Gaviria
**** Peter Sagan, John Degenkolb, Michael Matthews, Sam Bennett, 
*** Nikias Arndt, Erik Baska, Ben Swift, André Greipel
**  Pieter Vanspeybrouck, Marcel Kittel, Kenny Dehaes, Juan José Lobato
* Sondre Holst Enger, Jean-Pierre Drucker, Timothy Dupont, Rick Zabel

Die offizielle Startliste findet ihr hier 

Start: 12:06 Uhr
Ziel: ~17 Uhr

TV: HR überträgt das Rennen live