Nach dem größtenteils ruhigen siebten Renntag wird es am Samstag bei der Vuelta wieder einen Schlagabtausch der Favoriten geben. Denn kurz vor dem Ziel geht es extrem steil bergauf. Der Alto Xorret de Catí ist als Berg der ersten Kategorie eingestuft und hat Passagen von bis zu 18% Steigung. Bei der Spanien-Rundfahrt wurde diese Rampe schon mehrfach gefahren. Hier wird es sicher Angriffe auf das Rote Trikot von Chris Froome geben.

Es ist gut möglich, dass es zwei Rennen in einem gibt. Die Etappe ist fast 200 Kilometer lang und die Favoriten achten nur auf sich. So könnte eine starke Ausreißergruppe um den Tagessieg kämpfen, während im Finale die Favoritengruppe um das Leadertrikot kämpft.

 

Die Strecke

Die Etappe führt über 199,5 Kilometer von Hellín nach Xorret de Catí. Die ersten 100 Kilometer sind nur leicht wellig, bevor bei Rennkilometer 105 die Steigung zum ersten kategorisierten Anstieg (Puerto de Biar| Kat3) beginnt. Wenig später folgt die zweite Bergwertung und es geht nach einer längeren Abfahrt rund 50 Kilometer wellig bis zum letzten Anstieg. Das Ziel der Etappe ist nicht am Gipfel des Alto Xorret de Catí, sondern nach einer 3 Kilometer langen Abfahrt.

Das Profil des Alto Xorret de Catí

Die Steigung ist mit durchschnittlich 9% angegeben, doch nur im unteren Teil ist es noch recht flach. Die letzten gut drei Kilometer sind eine fiese Rampe, an der das Publikum sicher für eine grandiose Stimmung sorgen wird. Mit 18% Steigung ist die steilste Stelle angegeben. Erst auf den letzten Metern zum Gipfel wird es etwas moderater.
Vom Gipfel geht es gut zwei Kilometer bergab, die letzten 1000 Meter zum Ziel sind flach.

Das Finale der 8. Etappe der Vuelta 2017

 

Die Favoriten

Da eine starke Ausreißergruppe gute Chancen auf den Tagessieg hat, werden einige Fahrer versuchen den Sprung in die Fluchtgruppe zu schaffen. Einige starke Kletterer haben in der Gesamtwertung bereits großen Rückstand und sind so für Chris Froome kein Bedrohung. Beispielsweise Domenico Pozzovivo, Darwin Atapuma oder auch Bob Jungels. Dazu sind Fahrer wie Julian Alaphilippe, Davide Villella, Joe Dombrowski, Matvey Mamykin oder Ricardo Vilela heiße Kandidaten für einen Ausreißererfolg. Dazu das halbe Caja-Rural-Team und Fahrer wie Maxime Monfort oder Daniel Navarro.

Bei den Favoriten wird mit Spannung erwartet, ob Alberto Contador erneut voll zum Angriff bläst. Auch wenn Chris Froome bislang einen sehr souveränen Eindruck hinterlässt, könnte Contador mit einem Angriff an der steilen Rampe einige Konkurrenten distanzieren. Vincenzo Nibali bekam in den ganz steilen Passagen stets Probleme, genau wie Ilnur Zakarin. Contador liegt bereits mehr als drei Minuten in der Gesamtwertung zurück und muss noch viel Zeit gutmachen, will er in Madrid auf dem Podium stehen.

Neben Chris Froome beeindruckt bislang vor allem Esteban Chaves. Der kleine Kolumbianer hatte im Frühjahr lange aussetzten müssen und ist nun in herausragender Form. Gerade den Leichtgewichten dürfte diese Rampe liegen.

 
***** –
**** Chris Froome, Esteban Chaves
*** Alberto Contador, Michael Woods
** Wouter Poels, Darwin Atapuma, Fabio Aru
*Tejay van Garderen, S+A Yates, Warren Barguil, Vincenzo Nibali, Nicolas Roche  

 

Start: 12:15 Uhr
Ziel: ~17:40 Uhr

 

Die weiteren Etappen

9. Etappe (27.8.) | 174 km | Orihuela – Cumbre del Sol. El Poble Nou de Benitatxell (Bergankunft)
10. Etappe (29.8.) | 164,8 km | Caravaca Año Jubilar 2017 / ElPozo Alimentación
11. Etappe (30.8.) | 187,5 km | Lorca – Observatorio Astronómico de Calar Alto (Bergankunft)
12. Etappe (31.08.) | 160,1 km) | Motril – Antequera. Los Dólmenes
13. Etappe (1.9.) | 198,4 km | Coín – Tomares
14. Etappe (2.9.) | 175 km | Écija – Alto Sierra de La Pandera
15. Etappe (3.9.) | 129,4 km | Alcalá la Real – Sierra Nevada. Alto Hoya de la Mora. Monachil (Bergankunft)
16. Etappe (5.9.) | 40,3 km | Circuito de Navarra – Logroño | Einzelzeitfahren
17. Etappe (6.9.) | 180,5 km | Villadiego – Los Machucos. Monumento Vaca Pasiega (Bergankunft)
18. Etappe (7.9.) | 169 km | Suances – Santo Toribio de Liébana (Bergankunft)
19. Etappe (8.9.) | 149,7 km | Caso. Parque Natural de Redes – Gijón
20. Etappe (9.9.) | 117,5 | Corvera de Asturias – Alto de l’Angliru | Bergankunft
21. Etappe (10.9.) | 117,6 km | Arroyomolinos – Madrid

 

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