“Es war ein super Teamzeitfahren. Es hat fast Spaß gemacht. Aber nur fast”, sagte Simon Geschke am Teambus nach dem Rennen mit einem breiten Grinsen. Mit nur elf Sekunden Rückstand auf das Siegerteam BMC hat man im Kampf um den Gesamtsieg kaum Zeit eingebüßt. Kapitän Tom Dumoulin liegt nun auf Gesamtrang sieben. “Wir haben auf Porte und Froome nur sehr wenig Zeit verloren und auf Nibali, Quintana und Bardet richtig Zeit rausgeholt – damit können wir wirklich zufrieden sein“, so Geschke. 


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Das Sunweb-Team hatte sich den Kurs im Vorfeld mehrmals angeschaut und sich einen Plan zurecht gelegt. “Wir sind eher ruhig losgefahren, damit wir an der ersten Welle niemanden direkt ans Limit bringen”, erklärt Geschke. “So konnte jeder erstmal reinkommen, die Nervosität ablegen und ab dann lief es supergeschmeidig. Am Ende war es fast im Blindflug mit Funk im Ohr – damit wir wissen, auf welcher Seite die Kreisverkehre zu fahren sind. Wir haben versucht, in den Bergab-Passagen uns etwas zu erholen um dann den Schwung mitzunehmen. Es war eine super Strecke ohne knifflige Stellen”, so Geschke. Teamkollege Søren Kragh Andersen übernimmt zudem die Führung in der Nachwuchswertung und trägt auf der vierten Etappe das Weiße Trikot.