Toms Skujinš (Trek-Segafredo) hat die 98. Austragung von Tre Valli Varesine gewonnen. Der 27-Jährige setzte sich nach 212 Kilometern von Saronno nach Varese im Sprint einer kleinen Spitzengruppe durch. Zweiter wurde Thibaut Pinot (Groupama-FDJ). Peter Kennaugh (Bora-hansgrohe) sprintete auf Rang drei.

 

So lief das Rennen

In einem spannenden Finale setzten sich immer wieder Gruppen ab. Zuvor hatte eine kleine Ausreißergruppe um Matteo Bono (UAE), Michael Storer (Sunweb), Alessandro Tonelli (Bardiani-CSF), Edoardo Zardini (Willier Triestina) und Paolo Toto (Sangemini–MG Kvis) lange das Rennen bestimmt.

Etwas mehr als 50 km vor dem Ziel attackierten einige Fahrer aus dem Feld und schlossen zur Spitze auf. Mit dabei waren auch Rafal Majka und Emanuel Buchmann vom Team Bora-Hansgrohe). Mit Antonio Pedrero (Movistar), Pierre Latour (AG2R), Giovanni Visconti (Bahrain-Merida), Leo Vincent (Groupama-FDJ), Andrea Bagioli (UAE Team Emirates), Floris De Tier (LottoNL-Jumbo), Michael Gogl (Trek-Segafredo) und Giulio Ciccone (Bardiani-CSF) war diese Gruppe stark besetzt. 

Doch das dezimierte Feld holte die Ausreißer wieder ein erneut wurde angegriffen. Immer wieder setzten sich Gruppe ab, doch keine konnte sich entscheidend absetzten. Eine kleine Gruppe mit Kennaugh, Skujins, Mathias Frank (AG2R), Robert Power (Mitchelton-Scott), Wilco Kelderman (Sunweb) und weiteren Fahrern ging auf die letzten Kilometer mit rund 15 Sekunden Vorsprung. Später lösten sich Skujins, Kennaugh und Kelderman. 

“Ich wusste auf jeden Fall, dass es aggressiv sein wird, und deshalb haben wir drei Jungs für das Finale aufespart”, erklärte Skujins. “Der einzige Grund, warum ich überhaupt angegriffen habe, ist, dass Gianluca (Brambilla) übers Team-Radio gesagt hat: Toms, du solltest es machen”, so Skujins nach dem Rennen.

 

Uran attackiert, Pinot und Woods setzen nach

Aus dem sehr klein gewordenen Feld griff Rigoberto Uran (EF-Drapac) rund vier Kilometer vor dem Ziel an und fuhr schnell zur Spitze vor. Thibaut Pinot setzte nach und Michael Woods folgte an seinem Hinterrad. 

Gemeinsam mit Kelderman, Pinot, Frank, Kennaugh  und den beiden EF-Drapac Fahrern Woods und Uran ging Skujins auf die letzten Kilometer. Uran machte für Woods das Tempo, doch der Kanadier musste sich im Sprint mit Rang vier begnügen. Für Skujins ist es der vierte Sieg in diesem Jahr.