Etwa 200 Meter vor dem Ziel trat Peter Sagan (Bora-hansgrohe) an, zog durch und holte sich souverän den Etappensieg. Zweiter wurde nach 175,5 Kilometern von Saint-Dié-des-Vosges nach Colmar Wout van Aert (Jumbo-Visma). Platz drei ging an Matteo Trentin (Mitchelton-Scott). Bester Deutscher war Nils Politt (Katusha-Alpecin) auf Rang 8.

 

Sunweb arbeitet viel, aber Matthews ist am Ende schlecht positioniert

Das Sunweb-Team um Michael Matthews hatte lange Zeit im Feld gearbeitet und dafür gesorgt, dass die schwereren Sprinter an den Anstiegen abgehängt wurden. Doch Matthews war im Finale zu weit hinten und konnte nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen. Der Australier musste sich mit Rang sieben begnügen. “Wir hatten Nico (Roche) als letzten Mann, der Michael in Position bringen sollte, aber sie haben sich verloren. So musste Michael viel Kraft investieren um wieder nach vorn zu kommen”, ergänzte der Sportliche Leiter Aike Visbeek. Matthews kam zwar noch einmal nach vorn, war dann im entscheidenden Moment aber zu weit hinten. “Er war einfach nicht gut positioniert, als es in den Kreisverkehr 500 Meter vor dem Ziel ging. Dort hätte er noch 4-5 Positionen weiter vorn sein müssen. Danach war es nicht mehr möglich zu gewinnen”, analysierte Sunweb-Coach Luke Roberts nach dem Rennen.

Julian Alaphilippe (Deceuninck-QuickStep) erreichte mit dem Feld das Ziel und verteidigte das Gelbe Trikot. Er führt nun mit 14 Sekunden vor Wout van Aert. Gesamtdritter ist Steven Kruijswijk (Jumbo-Visma) mit 27 Sekunden Rückstand auf Alaphilippe. Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) liegt mit 1:11 min Rückstand auf Rang 29.

So lief das Rennen

Es dauerte einige Kilometer ehe die Ausreißergruppe des Tages stand. Schließlich setzten sich Tim Wellens (Lotto-Soudal), Mads Würtz Schmidt (Katusha-Alpecin), Simon Clarke (EF Education First) und Toms Skujins (Trek-Segafredo) vom Feld ab. 

An der ersten Bergwertung sicherten sich Tim Wellens (2) und Tom Skujins (1) die Punkte. Bei der Sprintwertung holte sich Clarke die 20 Zähler. Den Sprint des Feldes gewann Elia Viviani (11 Punkte) vor Peter Sagan (10 Punkte). Im Feld kontrollierten die Teams Sunweb und Bora-hansgrohe das Geschehen. Der Vorsprung der Ausreißer pendelte sich bei rund zweieinhalb Minuten ein.

Skujins allein, hohes Tempo im Feld

Im vorletzten Anstieg des Tages, rund 38 Kilometer vor dem Ziel, fiel die Spitzengruppe auseinander. Mads Würtz Schmidt konnte das Tempo seiner Fluchtbegleiter nicht mehr mitgehen. Wenig später konnten auch Clarke und Wellens nicht bei Skujins mithalten.

Im Feld machten Bora-hansgrohe und Deceuninck-Quickstep das Tempo und sorgten dafür, dass auch im Feld immer mehr Fahrer den Anschluss verloren. 

Am Gipfel der Côte des Trois-Épis hatte Skujins noch gut 65 Sekunden Vorsprung auf das Hauptfeld und nahm die letzten 35 Kilometer zum Ziel allein in Angriff.

Als es 23 Kilometer vor dem Ziel in den letzten Anstieg des Tages, der Côte des Cinq Châteaux ging, lag Skujins nur noch gut 20 Sekunden vor dem Feld. Wenig später war auch er vom Feld eingeholt. Den Gipfel erreichte Xandro Meurisse (Wanty-Gobert) als Erster.

Rui Costa setzte nach der Abfahrt rund 7,5 Kilometer vor dem Ziel seine Attacke, aber zwei Kilometer vor dem Ziel war auch er wieder eingeholt.

 

Die Wertungstrikots:

Gelb – Julian Alaphilippe
Grün – Peter Sagan
Berg – Tim Wellens
Weiß – Wout van Aert

Das Profil der Etappe:

Profil der 5. Etappe der Tour de France 2019

 


Die weiteren Etappen:

6. Etappe  | Donnerstag, 11. Juli | Mulhouse – La Planche des Belles Filles | 157 km
Profil der 6. Etappe der Tour de France 2019

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