Profil der 12. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2025

Etappe 12 Vuelta 2025 | Laredo – Los Corrales de Buelna | 144,9 km

Weiter geht es bei der Spanien-Rundfahrt mit einem recht kurzen Teilstück. Die Etappe von Laredo nach Los Corrales de Buelna ist nur rund 145 Kilometer lang. Zwei heftige Anstiege gilt es zu bewältigen, der Rest der Etappe ist überwiegend flach.

Das Terrain scheint eine gute Chance für Ausreißer zu bieten. Für die endschnellen Männer ist das Finale wohl zu schwer, für die Klassementfahrer gibt es am Freitag eine Monsterbergankunft, die eher für Angriffe geeignet ist. Je größer die Chancen für eine erfolgreiche Flucht, desto härter meist der Kampf zu Beginn der Etappe um die Gruppe des Tages. Dauert es sehr lange, ehe sich eine Gruppe lösen kann, kommt man im Feld eventuell doch auf die Idee, den Ausreißern nachzujagen und um den Tagessieg zu kämpfen. Je kürzer der verbleibende Weg zu Ziel, umso weniger Energie muss man in der Verfolgung aufbringen. Man darf gespannt sein, wie sich das Rennen entwickelt!

Eventuell bekommen die Fans zwei Rennen zu sehen – eines an der Spitze um den Tagessieg, das andere im Feld um das Rote Trikot. Die letzte Steigung des Tages ist kein Monsterberg, aber auch keine leichte Steigung! Immerhin sieben Kilometer mit fast 8% im Schnitt. Vielleicht möchte einer der Klassementfahrer hier mal die Konkurrenz testen. Doch der Weg zum Ziel vom Gipfel ist mit ca. 23km noch recht weit.

Die Strecke der 12. Etappe der Vuelta 2025

Karte der 12. Etappe der Vuelta 2025

Von Laedo an der Küste geht es gen Südwesten. Etwas zickzack in Richtung Etappenziel, wo im Finale noch eine Schleife über den Collada de Brenes – ein Anstieg der 1. Kategorie – gefahren wird. Los geht es flach, dann beginnt nach rund 33 Kilometern die erste kategorisierte Steigung. Der Puerto de Alisas ist ein langer Anstieg, mit knapp sechs Prozent im Schnitt aber kein Monsterberg.

Es folgt eine lange Abfahrt und dann ein langes Flachstück zum Zielort des Tages. Knapp 40 Kilometer vor dem Ende wird dann die Ziellinie in Los Corrales de Buelna das erste Mal passiert – allerdings von Norden, später dann am Ende von Süden. Einige Kilometer nach der Zielpasse geht es rechts weg zur letzten Steigung des Tages. Diese Collada de Brenes ist ein happiger Anstieg! Sieben Kilometer mit fast 8% im Schnitt – wobei der erste Kilometer noch moderat steil ist – danach geht es mit mehr als achteinhalb Prozent bis zum Gipfel! Dann sind es noch genau 22,9 Kilometer bis zur Ziellinie.

Die Anfahrt zum Ziel ist nicht sonderlich kompliziert. Es geht leicht bergab und auf dem letzten Kilometer leicht links und rechts.

Sprintwertung:
BARROS Km 103,2

Bergwertungen:
PUERTO DE ALISAS Km 41,4 | 8,6 km – 5,8 %
COLLADA DE BRENES Km 122 | 7 km – 7,9 %

Die Favoriten der 12. Etappe der Vuelta 2025

Das Terrain scheint ideal für bergfeste Ausreißer. Wenn die Klassementfahrer nur auf sich schauen, werden sie ungefährlichen Fahrern um Kampf um Rot sicher nicht bedingungslos nachsetzen. Oder gibt es bei einigen Klassementfahrern nach der genommenen Chance am Mittwoch nun eine Portion Extra-Motivation?

In den vergangenen Tagen dauerte es bei der Vuelta of so lange, ehe eine Gruppe stand, dass der Weg zum Ziel nicht mehr all zu weit war. Bei dieser recht kurzen 12. Etappe könnte das dazu führen, dass im Feld dann doch ein Team die Helfer einspannt. Tom Pidcock beispielsweise, der am Mittwoch sehr stark fuhr. Dann könnten am Ende doch die Top-Fahrer aus dem Feld um den Tagessieg kämpfen.

Das wahrscheinlichste Szenario ist aber eine erfolgreiche Ausreißergruppe. Für einen Fluchtversuch auf diesem Terrain kommt nahezu das halbe Feld in Frage. Die Berge sind lang und schwer, aber auch bergfeste Rouleure können hier eine Chance sehen. Jay Vine ist inzwischen etwas wie der Stammgast aller Ausreißergruppen. Ihn, Pablo Castrillo, Marco Frigo und auch Fahrer wie Michal Kwiatkowski kann man wohl in der Gruppe des Tages erwarten. Doch schon ab Rang 17 in der Gesamtwertung beträgt der Rückstand auf Rot mehr als 10 Minuten. Aktuell liegt Harold Tejada auf dieser Position in der Gesamtwertung – auch er könnte diesen Tag nutzen wollen. Eddie Dunbar, Kevin Vermaerke, Gianmarco Garofoli, Victor Langellotti, Johannes Staune-Mittet, Michel Hessmann, Mauri Vansevenant … es ließen sich noch problemlos 15 weitere Namen aufzählen, die auf diesem Terrain die Chance in einer Fluchtgruppe suchen könnten. Ein heißer Kandidat ist ganz sicher auch Santiogo Buitrago. Er zeigte sich zuletzt sehr stark und das Terrain liegt ihm.

Die Anfangsphase der Etappe wird von großer Bedeutung sein – denn die Plätze in der Gruppe des Tages werden sicher hart umkämpft sein.

***** –
**** Buitrago, Vine, Pidcock
*** Vingegaard, Ayuso, Castrillo
** Almeida, Ciccone, Tejada, Soler, Frigo
* Dunbar, Fortunato, Vermaerke, Bagioli, Langellotti, Garofoli

Start:
Ziel:

Offizielle Website: lavuelta.es