Juan Ayuso (Foto: © Cor Vos)

Juan Ayuso (UAE Team Emirates – XRG) hat die 12. Etappe der 80. Spanien-Rundfahrt gewonnen. Im Zweiersprint setzte er sich souverän vor Javier Romo (Movistar) durch. Rang drei ging an Brieuc Rolland (Groupama – FDJ) mit 13 Sekunden Rückstand.

Ayuso, Romo und Rolland gehörten zur großen Ausreißergruppe des Tages. In der letzten Steigung lösten sich Ayuso und Romo an der Spitze und behaupteten sich bis zum Ziel vorn. Im Sprint fuhr Ayuso dann seinen zweiten Etappensieg bei dieser Vuelta ein. Rolland hatte nach der Bergwertung nur einen kleinen Rückstand und behauptete sich bis zum Ziel zwischen der Spitze und der Verfolgergruppe um Mads Pedersen. Aus dieser Verfolgergruppe setzte sich Victor Campenaerts kurz vor dem Ziel ab und wurde Vierter. Pedersen gewann den Sprint um Rang fünf vor Nico Denz.

Das Feld mit den Klassementfahrern erreichte etwas mehr als sechs Minuten nach dem Tagessieger das Ziel. Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) führt weiter vor João Almeida (UAE Team Emirates – XRG) und Tom Pidcock (Q36.5 Pro Cycling).

Die 12. Etappe

Profil der 12. Etappe der Spanien-Rundfahrt 2025

Was sonst so passierte:

Es dauerte einige Zeit, dann lösten sich 18 Fahrer. Eine kleine Gruppe um Nico Denz sprang noch nach vorn. Im Anstieg griffen Castrillo, Ayuso, Buitrago und weitere Fahrer aus dem Feld an und sprangen ebenfalls noch nach vorn. So formierte sich schließlich eine rund 40 Fahrer große Gruppe, in der einige Teams mehrfach vertreten waren:

Die Gruppe:
UAE Team Emirates-XRG: Ayuso, Soler
Visma-Lease a Bike: Campenaerts
Lidl-Trek: Bernard, Kragh Andersen, Pedersen
Movistar: Canal, Castrillo, Hessmann, Romo
Red Bull-Bora-Hansgrohe: Denz
Soudal Quick-Step: Landa, Vervaeke, Garofoli
Ineos Grenadiers: Sheffield, Kwiatkowski
EF Education-EasyPost: Beloki, Shaw, Van der Lee
Decathlon AG2R La Mondiale: Armirail
Bahrain Victorious: Buitrago, Pickering
Q36.5: De la Cruz, Christen, Howson
XDS Astana: Fortunato, Masnada
Groupama-FDJ: Molard, Rolland, Küng
Caja Rural-Seguros RGA: Balderstone, Guardeño, Nicolau
Jayco AlUla: Dunbar
Ark-B&B Hotels: Guernalec
Cofidis: Samitier, Herrada
Intermarché-Wanty: Van Boven
Picnic PostNL: Koerdt
Lotto: De Buyst, Segaert, Sepulveda
Caja Rural-Seguros RGA: Aparicio

Nochmals spangen Fahrer nach vorn – Ivan Cortina (Movistar), Giovanni Aleotti (Red Bull-Bora-Hansgrohe), Mauri Vansevenant (Soudal Quick-Step), Gal Glivar (Alpecin Deceuninck), Sean Quinn (EF Education-EasyPost), Louis Rouland (Arkéa-B&B Hotels), Chris Hamilton, Gijs Lemreeize (Picnic PostNL) und Lars Craps (Lotto). So lagen schließlich mehr als 50 Fahrer an der Spitze, aus der sich Ivan Cortina mehr als 60 Kilometer vor dem Ende absetze. Doch Pedersen spannte seine Teamkollegen in der Verfolgung ein und 50 Kilometer vor dem Ende war Cortina wieder eingeholt und erneut wurde attackiert. Das Feld ließ die Lücke auf mehr als vier Minuten aufgehen.

Beim Zwischensprint holte sich Pedersen die 20 Zähler und zog direkt durch. Doch es löste sich nur kurz eine kleine Gruppe. Weiter wurde angegriffen und schließlich lösten sich Michel Hessmann (Movistar), Magnus Sheffield (Ineos Grenadiers), James Shaw (EF Education-EasyPost), Finlay Pickering (Bahrain Victorious), Brieuc Rolland (Groupama-FDJ) und Victor Guernalec (Arkéa-B&B Hotels). Sie gingen mit rund 40 Sekunden Vorsprung in die letzte Steigung des Tages.

Die Verfolgergruppe fiel bergauf komplett auseinander und UAE bereitete den Angriff von Ayuso vor. Soler machte das Tempo, dann griff Ayuso an und setzte sich an die Spitze, Romo schloss auf. Sie erreichten gemeinsam den Gipfel rund 20 Sekunden vor Brieuc Rolland. Die nächste Gruppe um Landa, Soler und Beloki lag etwa eine halbe Minute zurück. Die beiden Spitzenreiter bauten den Vorsprung weiter aus, dahinter schlossen sich nach der Abfahrt nochmals einige Fahrer zusammen.

Im Zweiersprint holte sich Ayuso souverän den Tagessieg.

Die Erkenntnisse des Tages:

  • Etappensieg Nr. 5 für das UAE-Team – sehr beeindruckend!
  • Javier Romo war wohl nicht bereit, die kleine Chance im Sprint gegen Ayuso und den sicheren zweiten Platz zu riskieren – er machte die meiste Arbeit und war am Ende ohne Chance im Sprint. Nimmt er auch die Beine hoch, muss entweder Ayuso fahren, oder sie werden eingeholt – dann wäre auch Rang zwei futsch. Ayuso hat clever gepokert, Romo ärgert sich sicher ein wenig.
  • Mads Pedersen sackt reichlich Punkte ein und hat nun ein üppiges Polster auf Vingegaard. Bei den Bergetappen gibt es zwar deutlich weniger Zähler, doch ein paar Zähler wird Pedersen wohl doch noch holen müssen, um Grün sicher zu haben.
  • Die GC-Fahrer hatten einen eher ruhigen Tag – Visma kontrollierte das Rennen. Ruhe vor dem Sturm – morgen geht es dann am Angliru zur Sache!

Spannungspunkte:

*** Eine interessante Etappe mit packendem Finale.