Thomas Pidcock (Pinarello Q36.5) hat die 106. Austragung des italienischen Klassikers Milano-Torino gewonnen. In der Schlusssteigung löste sich der Brite rund 500 Meter vor dem Ende und siegte souverän. Zweiter wurde Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility), Rang drei ging an Primož Roglič (Red Bull-Bora-hansgrohe). Für Pidcock war es der zweite Saisonsieg.

„Es war ein seltsamer Tag. Es fühlte sich fast wie das erste Rennen der Saison an. Ich spürte den ganzen Tag die Beschleunigung in den Beinen“, so Pidcock im Siegerinterview. „Ich zögerte anzugreifen, tat es dann aber schließlich, und das Timing war perfekt. Ein Sieg ist ein Sieg. Kein Sieg ist leicht zu erringen, deshalb freue ich mich umso mehr über diesen“, so der Sieger.

Das Rennen: 174 Kilometer von Rho nach Turin. Das Ziel an der Superga – eine deftige Bergankunft.

Was sonst so passierte:

Zunächst bestimmten Ausreißer das Rennen. Alessandro Milesi (Biesse-Carrera-Premac), Valentin Ferron (Cofidis), Patrick Konrad (Lidl-Trek), Ludovico Crescioli (Polti VisitMalta), Mathieu Burgaudeau (TotalEnergies) und Adrien Maire (Unibet Rose Rockets) wurden vom Feld an der kurzen leine gehalten.

Als es 24 Kilometer vor dem Ende das erste Mal in die Superga-Steigung ging, lagen die Ausreißer nur noch rund 25 Sekunden voraus. Das Red-Bull-Team machte bergauf das Tempo und schnell waren die Ausreißer eingeholt.

Kurz vor dem Gipfel kam dann der Angriff von Primoz Roglic und Jefferson Cepeda ging sofort mit, Tom Pidcock schloss etwas später die Lücke. Das Feld brach komplett auseinander. Es schloss sich eine kleine Gruppe mit Roglic, Alexander Cepeda, Pidcock und Uijtdebroeks zusammen, zu der noch weitere Fahrer aufschlossen.

Das Team Red Bull-Bora-hansgrohe war mit mehreren Fahrern in der Spitze vertreten und das nutzte Adrien Boichis zum Angriff. Die Verfolger wurden von einer größeren Gruppe eingeholt und dort machte das UnoX-Team das Tempo. Als es in die letzte Steigung ging, war Boichis dann schnell eingeholt. Das Movistar-Team machte das Tempo in der Steigung, die Gruppe dünnte sich aus. Dann kam der Angriff von Iujtdebroeks, doch er kam nicht weg. Als Roglic dann das Tempo anzog, konnten nur Pidcock und Johannessen folgen.

Schließlich kam der Antritt von Pidcock und der Brite zog davon zum Sieg.


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