Mathieu van der Poel (Foto: © Cor Vos)

Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) hat die 68. Auflage des belgischen Klassikers E3 Saxo Classic gewonnen. Der Kapitän löste sich weit vor dem Ziel aus dem Feld, holte die Ausreißer ein und schüttelte diese nach und nach ab. Zwischenzeitlich wirkte das Rennen bereits entschieden, am Ende wurde es dennoch knapp für Van der Poel, die Verfolgergruppe hatte ihn einen Kilometer vor dem Ende fast eingeholt. Doch die Verfolger schlossen die Lücke nicht, pokerten. So siegte Van der Poel am Ende nach langem Solo.

Rang zwei ging an Per Strand Hagenes (Team Visma | Lease a Bike), der sich im Sprint der Verfolgergruppe vor Florian Vermeersch (UAE Team Emirates – XRG), Stan Dewulf (Decathlon CMA CGM) und Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility) durchsetzte.


Das Rennen: 208,5 anspruchsvolle Kilometer durch die flämischen Ardennen. Start und Ziel in Harelbeke.

Profil E3 Saxo Classic 2026

Was sonst so passierte:

Nach dem Start wurde angegriffen, es formierte sich schnell eine Gruppe mit Marco Haller vom Tudor Team. Doch es wurde nachgesetzt und die Gruppe wieder eingeholt. Es dauerte einige Kilometer, ehe die Gruppe des Tages stand. Dann setzten sich Stan Dewulf (Decathlon CMA CGM), Bastien Tronchon (Groupama – FDJ United), Luke Durbridge (Team Jayco AlUla), Sven Erik Bystrøm (Uno-X Mobility), Nickolas Zukowsky (Pinarello Q36.5 Pro Cycling) und Michiel Lambrecht (Team Flanders – Baloise) ab. Es formierte sich eine Verfolgergruppe mit Sean Flynn (Team Picnic PostNL), Henri-François Renard-Haquin (Team Picnic PostNL) und Vojtěch Kmínek (Burgos Burpellet BH). Doch sie konnten die Lücke nach vorn nicht schließen.


Etwas weniger als 100 Kilometer vor dem Ende kam Bewegung ins Feld. Das Visma Team erhöhte das Tempo und Timo Kielich griff an. Daan Hoole und Edward Theuns gingen mit – ein Gruppe formierte sich: Reinderink, Planckaert, Turgis, Swift, Theuns, Kielich und Hoole. Sie holten schnell die Verfolgergruppe ein. Jan Tratnik hatte die Aktion verpasst, wollte aus dem Feld noch nach vorn, kam aber nicht so richtig weg.

Cortina löste sich kurz vor dem Kortekeer aus dem Feld – dies lag zu diesem Zeitpunkt knapp zweieinhalb Minuten hinter der Spitze, etwa 30 Sekunden hinter der Verfolgergruppe.

In den Taaienberg führt das Soudal-QuickStep-Team das Feld. Japser Stuyven zog das Tempo an. Dann übernahm Tim van Dijke und nur Van der Poel konnte mitgehen. Sie lösten sich zu zweit und schlossen wenig später zur Verfolgergruppe auf. Van der Poel trat wenig später im Boigneberg an und löste mehr als 60 Kilometer vor dem Ende allein aus der Verfolgergruppe.


Wenig später wurde am Eikenberg im Feld erneut angegriffen und es löste sich eine kleine Gruppe. Doch es wurde nachgesetzt, die Gruppe um Van Dijke eingeholt und es schloss sich hinter Van der Poel wieder eine größere Gruppe zu einem Feld zusammen.

Van der Poel holte dann 45 Kilometer vor dem Ende die frühen Ausreißer ein, schüttelte sie im Paterberg ab, zog dann allein davon. Dewulf kämpfte hinter van der Poel verbissen und hielt sich an Position zwei. Das Feld fiel im Oude Kwarmont endgültig auseinander. António Morgado löste sich, wurde aber wieder eingeholt.

Es formierte sich dann eine kleine Verfolgergruppe mit Florian Vermeersch, Per Strand Hagenes und Jonas Abrahamsen. Sie holten Dewulf ein. Dahinter wurde immer weiter angegriffen, aber auch wieder nachgesetzt.

Am Ende wurde es für Van der Poel eng, doch er holte sich den Sieg. Die Verfolger hatten Van der Poel so gut wie eingeholt, pokerten dann aber und sprinteten so nur um Rang zwei.

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