Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech) hat die 88. Auflage von Gent-Wevelgem gewonnen. Im Sprint des stark dezimierten Feldes setzte er sich vor Tobias Lund Andresen (Decathlon CMA CGM) und Christophe Laporte (Team Visma | Lease a Bike) durch.

Im Finale behaupteten sich lange Wout van Aert und Mathieu van der Poel an der Spitze, wurden dann aber doch eingeholt. So kam es zum Sprint einer rund 35 Fahrer starken Gruppe.


Das Rennen: 240,8 Kilometer von Middelkerke nach Wevelgem. Der typische Parcours mit Moeren, Kemmelberg und Gravel-Passagen.

Profil Gent-Wevelgem 2026

Was sonst so passierte:

Die frühe Gruppe bildeten Dries De Bondt (Team Jayco AlUla), Frits Biesterbos (Team Picnic PostNL), Julius Johansen (UAE Team Emirates – XRG), Camille Charret (Cofidis), Jules Hesters (Team Flanders – Baloise), Victor Vercouillie (Team Flanders – Baloise), Hartthijs de Vries (Unibet Rose Rockets) und Wessel Mouris (Unibet Rose Rockets).

Bei einem Sturz früh im Rennen erwischte es einige Fahrer, darunter auch Laurenz Rex und auch Max Kanter. Beide mussten das Rennen aufgeben. In den Moeren war der Wind nicht stark genug, das Feld komplett zu sprengen, doch wenig später teilte sich das Feld dennoch. Eine große Gruppe formierte sich hinter der Spitze.

Das Feld schloss sich nicht wieder komplett zusammen. Die Spitze lag bei der ersten Auffahrt zum Kemmelberg nicht mehr weit vor der ersten großen Verfolgergruppe . Anschließend wurde immer wieder im Feld angegriffen, zunächst aber kam niemand weg. Auf dem ersten Gravel-Abschnitt dann lösten sich einige Fahrer und das erste große Feld brach 75 Kilometer vor dem Ende einen Moment auseinander. Doch auch in den Gravel-Abschnitten fiel keine Vorentscheidung und das Feld füllte sich wieder auf. Paul Magnier hatte auf dem Schotter Defekt und fiel zurück. Es dauerte einige Kilometer, ehe er wieder in eine größeren Gruppe Anschluss fand.

Bei der zweiten Kemmelberg-Auffahrt, rund 57 Kilometer vor dem Ende, drückte Van Aert aufs Tempo. Mathieu van der Poel ging direkt mit. Auch Florian Vermeersch schaffte den Anschloss. Sie schlossen zur Spitzengruppe auf. Das Feld dahinter hatte sich ausgedünnt.

Es ging 36 Kilometer vor dem Ende das letzte Mal den Kemmelberg hinauf – diesmal von der Ossuaire-Seite. Van der Poel drückte aufs Tempo und nur Wout van Aert konnte folgen. Vermeersch lag am Gipfel mehr als 10 Sekunden zurück, die Fahrer der frühen Ausreißergruppe wurden deutlich distanziert. Das Feld lag etwas mehr als eine Minute zurück, kurz davor erreichte Aimé De Gendt den Gipfel, er hatte sich in der Anfahrt gelöst, wurde danach eingeholt.

Van Aert und Van der Poel hielten Vermeersch auf rund 15 Sekunden Abstand, das Feld holte die Gruppe der frühen Ausreißer etwas mehr als 20 Kilometer vor dem Ende ein. Auch Vermeersch wurde 12 Kilometer vor dem Ende eingeholt. Aus dem Verfolgerfeld sprang im Finale Alec Segaert (Bahrain – Victorious) nach vorn an die Spitze, doch das Feld kam immer näher und holte die Ausreißer dann doch ein und es kam zum Sprint.


Das Rennen der Frauen gewann Lorena Wiebes (Team SD Worx – Protime) vor Fleur Moors (Lidl – Trek) und Karlijn Swinkels (UAE Team ADQ). Die Entscheidung viel im Sprint einer kleinen Ausreißergruppe.