
Jhonatan Narváez (UAE Team Emirates – XRG) hat seinen zweiten Etappensieg beim 109. Giro d’Italia eingefahren. Der 29-Jährige gewann die 8. Etappe der Italien-Rundfahrt als Solist. Er gehörte zur kleinen Ausreißergruppe des Tages, löste sich in der vorletzten Steigung und holte den Sieg. Zweiter wurde Andreas Leknessund (Uno-X Mobility), Rang drei ging an Martin Tjøtta (Uno-X Mobility).
In der Gesamtwertung bleibt Afonso Eulálio (Bahrain – Victorious) an der Spitze. Er führt weiter vor Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) und Felix Gall (Decathlon CMA CGM).
„Der Gegenwind machte es extrem schwer. Wir haben nie aufgegeben, selbst als noch 60 Kilometer zu fahren waren“, sagte der Tagessieger nach dem Rennen. „Wir sind klug gefahren. Ich denke, der Mann des Tages ist Mikkel Bjerg. Er ist jemand, der das ganze Jahr über unglaublich viel für das Team arbeitet.“, so Narvaez.
Das Rennen: 156 Kilometer von Chieti nach Fermo.

(© RCS)
Was sonst so passierte:
Direkt nach dem Start begannen die Attacken. Nach ein paar Kilometern waren es Filippo Ganna und Alberto Bettiol, die sich lösten. Dahinter wurde weiter angegriffen. Es kehrte keine Ruhe ins Feld ein. Fabio Christen stürzte und musste das Rennen aufgeben. Die Attacken hielten an, das Spitzenduo hatte so nie mehr als 30 Sekunden Vorsprung. Immer wieder versuchten sich Fahrer zu lösen, immer wieder wurde nachgesetzt. Ganna und Bettiol behaupteten sich fast 50 Kilometer vorn, wurden dann rund 100 Kilometer vor dem Ende wieder eingeholt. Es ging weiter mit den Angriffen.
Erst rund 75 Kilometer vor dem Ende löste sich Mikkel Bjerg (UAE Team Emirates – XRG) gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jhonatan Narváez und Andreas Leknessund (Uno-X Mobility). Dahinter formierte sich eine große Gruppe, in der auch Jai Hindley war, Visma schloss die Lücke schnell.
Das Trio blieb an der Spitze. Dahinter formierte sich eine größere Verfolgergruppe, die dann wieder auseinanderfiel und Fahrer nach vorn sprangen. Schließlich stand die große Verfolgergruppe: Filippo Magli, Martin Marcellusi (Bardiani CSF 7 Saber), Cyril Barthe, Johan Jacobs (Groupama-FDJ), Simone Gualdi (Lotto Intermarché), Alessandro Pinarello, Corbin Strong (NSN Cycling Team), David González (Q36.5 Pro Cycling Team), Fabio Van den Bossche (Soudal Quick-Step), Christopher Juul-Jensen (Team Jayco AlUla), Chris Hamilton, Frank van den Broek (Team Picnic PostNL), Mirco Maestri, Andrea Mifsud, Thomas Pesenti (Team Polti-VisitMalta), Igor Arrieta (UAE Team Emirates-XRG), Niklas Larsen, Wout Poels (Unibet Rose Rockets), Johannes Kulset (Uno-X Mobility). Aus dem Feld wurde weiter attackiert, so sprangen noch Fahrer nach vorn – vor allem das Movistar-Team zeigte sich aktiv.
Das Trio Leknessund, Narváez, Bjerg blieb vorn. Romo löste sich aus der Verfolgergruppe. Die Lücke zum Feld ging auf mehr als drei Minuten auf, dort machte Bahrain Victorious das Tempo.
Etwas mehr als 10 Kilometer vor dem Ende kam der Angriff von Narvaez und er löste sich. Er zog durch und holte sich den Sieg. Bjerg wurde noch durchgereicht, Leknessund behauptete Rang zwei. Im Feld griff der Gesamtführende an, kam aber nicht weg. So gab es keine Abstände zwischen den Top-Favoriten auf das Giro-Podium.
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