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Der (verzweifelte) Kampf ums Bergtrikot

Giulio Ciccone
(Foto: © Cor Vos)

Es läuft einfach nicht so richtig, für Lild-Trek bei diesem Giro. Man wollte auf Etappenjagd mit Sprinter Jonathna Milan gehen, am ersten Tag Rosa holen und dann um Ciclamino kämpfen. Giulio Ciccone sollte als Ausreißer glänzen und Derek Gee-West als GC-Mann. Zwar trug Ciccone nach starkem Rennen für einen Tag das Rosa Trikot, mehr ist jedoch noch nicht herausgesprungen. Der Druck in der Mannschaft scheint groß zu sein, auch wenn die Sportdirektoren immer wieder betonen, wie gut die Stimmung sei. Kritik mischte sich in einige Etappen-Analysen aber schon rein, beispielsweise auf Etappe 12, als Milan früh ohne Helfer vergeblich darum kämpfte, Anschluss ans Feld zu halten und schließlich im Finale keine Rolle spielen konnte.

Schaut man auf die verbliebenen Tage, werden die Aussichten nicht erheblich besser. Klar, der Schlusstag in Rom bleibt Milan als ganz große Chance auf den Etappensieg, doch darüber hinaus wird es schwer, was zu holen. Wenig verwunderlich, dass sich Giulio Ciccone am Dienstag auf den Weg machte und bei den Bergwertungen volles Rohr um die Zähler sprintete.

Das Bergtrikot wäre durchaus ein lohnendes Ziel, doch Jonas Vingegaard dominiert bislang die Bergankünfte und sammelt so ganz automatisch reichlich Bergpunkte. Genau so lief es auch Dienstag auf dem Weg nach Cari. Vingegaard holte den Etappensieg und damit die 50 Zähler in der Bergwertung. Ciccone mühte sich, knabberte aber am Ende nur vier Zähler von Vingegaards Vorsprung ab. Weiter liegt der Däne 82 Punkte vor Ciccone! Irgendwie symbolhaft für den gesamten Giro des Teams bislang. Man kämpft hart, versucht viel, aber am Ende fehlt der ganz große Triumph.

Glaubt Ciccone weiter an eine erfolgreiche Jagd aufs Bergtrikot, oder versucht er sich nun auf einen Etappenerfolg zu konzentrieren? Das bleibt abzuwarten.


Die Nachbesprechung wird präsentiert von: Schaltauge24.de

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